Stadtkapelle Wertingen: Kokosnüsse und Champagner beim BigBandkonzert

Die BigBand der Stadtkapelle Wertingen unter der Leitung von Daniel Klingl bot dem Publikum ein abwechslungsreiches und bestens vorbereitetes Konzert. Die Sängerin Carola Egger sorgte mit ihrem Gesang einmal mehr für die Höhepunkte.

Am vergangenen Wochenende war es Zeit für das traditionelle Jahreskonzert der BigBand der Stadtkapelle Wertingen in der Stadthalle - sehr zur Freude der zahlreichen Gäste aus der Region.


Die Band eröffnete den Abend mit George Gershwins „Strike Up The Band“, einem Opener im Uptime-Tempo, den auch Count Basie mit seiner Band schon im Programm hatte. In die richtige Swingstimmung gebracht, hörte das Publikum als zweites den Klassiker „For Once in My Life“ im Arrangement der Bigband von Michael Buble und gesungen von Carola Egger, die auch alle weiteren Gesangstitel souverän intonierte. Schon im nächsten Titel „It Don't Mean A Thing“ überzeugte Carola wieder und setzte dem Bandsound, der hier zwischen Salsa und Swing changierte, das akustische Sahnehäubchen auf. Der nächste Titel „It's Oh So Quiet“ erforderte Wandlungsfähigkeit von Band und Sängerin, die sich hier zur großen Freude des Publikums als hysterischer Schreihals und mit beruhigendem „SCHHhhh“ als Kindermädchen in Personalunion präsentierte. Ganz ohne Hysterie präsentierte sich „Heartland“ von Pat Metheny, das sphärisch durch den Mittleren Westen der USA führte und Steffen Liebert an der Gitarre, Manuel Burkard am Klavier und Markus Sporer am Bass als Solisten präsentierte. Die Rhythmusgruppe komplettierten Matthias Schäffler und Markus Poetzsch an Schlagzeug und Percussion. Zum Abschluss der ersten Hälfte verlagerte sich der Handlungsschwerpunkt ins Armenviertel Tepito von Mexiko Stadt, dessen Bewohner im Film „Children of Sanchez“ begleitet werden. Mit dem gleichnamigen Titellied und Jürgen Marx als Solist am Flügelhorn verabschiedete die Band um Bandleader Daniel Klingl die Zuhörer in die Pause.

Bill Bailey und Brass Machine

Die zweite Hälfte eröffnete das Saxofonfeature „Bill Bailey“, in dem der Saxophonsatz mit Andreas Kapfer, Marina Riemer, Tim Klein, Anja Buchart und gleich zwei Baritonsaxophonistinnen (Alexandra Grabmann und Viktoria Wörle) beweisen konnte, dass er auch ganz allein swingen kann. Die Blechbläser (Trompeten: Jürgen Marx, Fabian Demharter, Andrea Gerblinger und Frank Kögl, Posaunen: Julian Rößner, Delia Geißler, Peter Wild und Lisa Mader) für ihren Teil sollten im Verlauf des Abends noch mit „Brass Machine“ gefordert werden, das schon mit seinem Titel die Ausrichtung deutlich macht. Mit samtigen Ohrschmeichlertönen aus dem Blech und dem Titel „Feels So Good“, von Chuck Mangione beschloss die Band das offizielle Programm.

Zugaben wurden gerne gewährt

Doch die Zuhörer wollten es, dass nach der ersten die zweite und danach die dritte Zugabe und mit ihr nochmals Carola Egger folgten. Herauszuheben ist hier natürlich „Coconut Champagne“ als langjähriger Wunschtitel der Musiker und guter Bekannter beim Publikum, die so mit beschwingtem Karibikgefühl in den Abend entlassen wurden.
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