Entwidmung der Herrenwaldkirche - Teil 1

Vorbereitungstreffen für den letzten Gottesdienst in der Herrenwaldkirche
  Stadtallendorf: Herrenwaldkirche |

Am 31.12.2013 wurde die Herrenwaldkirche beim Gottesdienst am Altjahresabend entwidmet. Zahlreiche Vorbereitungen fandet für den letzten Gottesdienst statt.

Zu den Vorbereitungen gehörte ein Treffen verschiedener Gemeindemitglieder mit Pfarrerin Stefanie Busch im Gemeindezentrum an der Herrenwaldkirche am 23. Oktober 2013. Dabei wurde über die Gestaltung der Abschiedsveranstaltung gesprochen. Zu den offenen Fragen gehörte etwa die Uhrzeit für den Gottesdienst. Sollte vorher ein Empfang stattfinden oder lieber ein lockerer Ausklang nach dem Gottesdienst? Wem sollte man eine Einladung für die Veranstaltung schicken? Wer kann Medienvertreter ansprechen, über das Ereignis zu berichten?

Eine Idee war, eine Präsentation mit Fotos aus dem Gemeindeleben zu erstellen. Dafür musste aber erst einmal ausreichend Material über die Herrenwaldkirche gefunden und ausgewertet werden. Beim Hessentag 2010 wurden in der Herrenwaldkirche an mehreren Stellwänden alte Bilder aus dem Gemeindeleben und Zeitungsartikel präsentiert. Leider wusste niemand, was danach mit den gezeigten Materialien geschehen ist.
Im Gemeindearchiv gab es einige Fotoalben mit Bildern von Jubiläumsfeiern (25 Jahre, 40 Jahre Herrenwaldkirche) und zahlreiche Dias, auf denen etwa die tollen Kinderfeste von der Herrenwaldkirche zu sehen waren. Weitere interessante Informationen fanden sich in kirchlichen Publikationen. Leider waren keine Zeitungsartikel aus den früheren Jahren im Archiv. Immerhin fanden sich verschiedene informative Artikel in den alten Gemeindeblättern.
Leif-Erik Zaschke hat mit Hilfe der Daten aus den Berichten und den Fotos eine Präsentation erstellt, die einen Überblick über die Geschichte der Herrenwaldkirche und das Gemeindeleben gibt.

Am 28.12. fand vormittags eine Technikprobe in der Herrenwaldkirche statt, bei der am Mischpult die optimale Lautstärke für die Musiker Robert Biletic und Tochter Marie eingestellt wurde. Außerdem wurden noch Fotos von den Musikern geschossen, um ein gutes Bild für die Oberhessische Presse zu haben, welche den letzten Gottesdienst ankündigen sollte. Anschließend wurde am Computer im Pfarrbüro ein Foto ausgewählt, und Pfarrerin Stefanie Busch schrieb noch schnell eine EMail, welche sie zusammen mit dem ausgewählten Bild an die Zeitung sendete.

Am 30.12. gab es einen Besuch von OP-Reporter Michael Rinde, der für einen längeren Artikel noch die frühere Gemeindesekretärin Edelgard Müller befragte und ein schönes Foto von Pfarrerin Stefanie Busch am Altar aufnahm.
Außerdem wurde mit den Aufbauarbeiten für die letzte Veranstaltung begonnen. Im hinteren Teil der Kirche sollte eine Ausstellung von Zeitungsartikeln und Fotos gezeigt werden. Verschiedene Zeitungsartikel, die gnädigerweise Karl Riebeling als Leihgabe zur Verfügung gestellt hatte, wurden auf einer weißen Tafel platziert. Von der Tafel mussten aber vorher noch verschiedene Schriftreste abgewaschen werden. Weitere Zeitungsartikel und einige Fotos wurden auf einer Pinnwand angebracht. Am nächsten Tag wurde auch noch die Tür zur Sakristei mit Artikeln behängt

Aufwändig war auch der Aufbau für die elektronische Bildpräsentation. Sie sollte ursprünglich mit dem Beamer aus der Stadtkirche auf eine Leinwand geworfen werden. Die vorhandene Leinwand war aber zu schwer, um sie ohne passende Halterung an der Wand anzubringen. So wurde stattdessen eine weiße Tafel als Projektionsfläche benutzt. Diese musste vorher noch gereinigt werden. Da sich bei einem Test aber störende Reflexe zeigten, wurde die Tafel mit einem weißen Bettlaken abgehängt.

Am 31.12. sollten alle am Gottesdienst Beteiligten schon um 17 Uhr erscheinen, um noch einmal den Ablauf durchzugehen und mit den Helfern Programmpunkte wie das Lesen von Bittrufen und Fürbitten zu proben. Insbesondere für das zum Schluss geplante Abräumen des Altars war eine genaue Absprache nötig. Gegen 17:30 Uhr war die Proben im wesentlichen absolviert.
Schließlich traf Propst Helmut Wöllenstein ein, mit dem noch ein paar offene Punkte zu klären waren. Das betraf einerseits den Ablauf, andererseits gab es auch noch die Frage, wie mit dem Läuten der Glocken zum Jahreswechsel umzugehen sei. Da beschlossen war, zukünftig auch auf das Mittags- und Abendläuten zu verzichten, empfahl der Probst, nach der Entwidmung auch nicht mehr zum nahen Jahreswechsel zu läuten.

In der Zwischenzeit waren schon einige Besucher eingetroffen und hatten sich meist in den Bänken der Herrenwaldkirche niedergelassen.

Leider ergab sich unerwartet noch ein technisches Problem: Der Beamer wollte plötzlich kein Bild mehr projezieren. Die eingebaute Lampe wollte auch nach Abschalten und Abkühlen nicht mehr zünden. Dabei hatte sie erst wenige Betriebsstunden hinter sich, da Pfarrer Thomas Peters im Dezember einen Lampenwechsel hatte durchführen lassen. Als Notlösung wurde aus der Memelstraße noch schnell ein Fernseher herbeigeschafft und an den Computer angeschlossen.
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Volker Beilborn aus Marburg | 17.01.2014 | 08:50  
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