Der Rotary-Club Marburg hilft in Afrika mit Schulbildung für Aidswaisen 10 000 Euro für eine Modell-Schule in Malawi

Einen Scheck in Höhe von € 10.000,00 übergaben Marburger Rotarier an Schwester Arnoldis von den Franziskanerinnen aus Salzkotten für deren Malawiprojekt. (Foto: Paul Leimbach)
 
In der St. Francis Schule in Madisi wurde die Marburg/Dresden Delegation stilgerecht unter einer Fahne von Hertha BSC empfangen (Foto: Dr. Kurt Wengenroth)

Kinder, die durch die Aidserkrankung ihrer Eltern zu Waisen werden, sind eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen auf dem Afrikanischen Kontinent. Der Schlüssel für ihr menschenwürdiges Überleben ist Bildung. Der Rotary Club Marburg stellt sich dieser Verantwortung im Rahmen seines internationalen Engagements. Am 9. September übergab der RC Marburg eine Zuwendung in Höhe von 10 000 Euro für eine Grundschule in Malawi.


Auf dem Foto von der Bildübergabe sind zu sehen:
Marina und Dr. Kurt Wengenroth, Schwester Arnoldis, die beiden Pastpräsidenten Prof. Berhard Maisch und Regina Leimbach und aus Dresden Dr. Christa Blank.
Die Dresdenerin war in diesem Jahr von den Marburgern zum Ehrenmitglied ihres Rotary Club ernannt worden und unterstützt mit ihrer Pfarrgemeinde St. Paulus in Dresden ebenfalls das Malawiprojekt.

Madisi befindet sich 80 km nordöstlich der Hauptstadt Lilongwe in Malawi, eines der ärmsten Länder in Afrika. Seit 1984 engagiert sich dort die Kongregation der Franziskanerinnen aus Salzkotten. In Ergänzung des zunächst errichteten Hospitals entstand dort die St. Francis Schule auf Initiative von Schwester Klara, die seit 30 Jahren für die Kongregation gemeinnützig in Malawi arbeitet. Zunächst wurden etwa 80 Kinder unterrichtet. Schnell verbreitete sich, die hohe Qualität der Schulausbildung, so dass heute ca. 15 Jahre später mehr als 1.200 Schüler unterrichtet werden. 60 % dieser Kinder haben ihre Eltern durch Aids verloren. Unterrichtet werden sie durch zwei Ordensschwestern aus Salzkotten, drei Franziskanerinnen aus Indonesien und mehreren jungen malawischen Lehrern. Seit jüngster Zeit werden sie auch durch Missionare auf Zeit für jeweils ein Jahr vor Ort unterstützt.

Über den Unterricht hinaus leisten die Schwestern eine weitere Herkulesaufgabe, sie ermöglichen den 1.200 Kindern täglich eine Schulspeisung, oft die einzige warme Mahlzeit, die die Kinder erhalten. Das Gemüse hierfür wird im eigenen Schulgarten angebaut.

Dieses Engagement wird belohnt: die St. Francis-Schule ist heute die zweitbeste Grundschule in Malawi, ein Ergebnis auf das Schwester Klara zu Recht besonders stolz ist. Da die Schule keine staatlichen Zuschüsse erhält, ist sie allein auf die gemeinnützige Arbeit der Franziskanerinnen und auf Spendengelder angewiesen. Diese Spenden sind insbesondere notwendig, um den begabten Schülern den Besuch der kostenpflichtigen Oberstufe zu finanzieren.

Diese für Malawi überlebenswichtigen Investitionen unterstützt der Rotary-Club Marburg nunmehr mit 10 000 Euro, die sich aus eigenen Spendenmitteln und einer Zuwendungen des Rotary-Distrikts Hessen speisen.

Mit großer Freude nahm Schwester Arnoldis, als Vertreterin der Kongregation der Franziskanerinnen in Salzkotten, diese Spende aus den Händen von Präsident Martin Koch/Past-Präsidentin Regina Leimbach entgegen. Sie besuchte am 9.9. den RC Marburg zu einem Meeting, um über die St. Francis Schule, das dort Geleistete, aber auch deren Nöte zu berichten. „Diese Unterstützung durch die Rotarier ist für uns nicht nur von materiellem Wert. Sie signalisiert uns auch, dass unsere Kinder nicht vergessen sind und ermutigt uns alle in Malawi dazu beizutragen, dass es langfristig aufwärts geht.“

Kurt Wengenroth, der Motor dieses Projekts im Rotary-Club Marburg, war kürzlich selbst in Malawi, um sich vor Ort ein eigenes Bild von der Lage zu machen. Er zeigte sich tief beeindruckt sowohl von der dort geleisteten Arbeit aber der Herzlichkeit und der Dankbarkeit der Menschen, denen er in Madisi begegnete. Er betonte, dass soziales Engagement auch in Ländern, die unserer Hilfe bedürfe, ein wichtiges rotarisches Anliegen ist und bleibt. Der bekennende Hertha BSC Berlin Fan wurde zusammen mit seiner Delegation in Madisi stilgerecht mit einer wehenden Hertha Fahne begrüßt. In der

Der Rotary-Club Marburg schätzt sich glücklich, mit dem Orden der Franziskanerinnen und ihrem starken Engagement in Malawi verlässliche Partner für die effektive Hilfe vor Ort an seiner Seite zu haben. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen wird beabsichtigt dass Schulprojekt weiter zu fördern, um insbesondere die Ausbildung handwerklicher Berufe weiter voranzubringen.
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Bernhard Maisch aus Marburg | 12.09.2014 | 10:47  
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