Weltmusik aus der Vase

Seelze: St.Barbara-Kirche | Sie begannen mit dem Lied der Baby Kakerlake "Baby Cockroach". Und danach gab es Erklärungen zur Vielfalt der Kakerlaken. Indigo Masala hatte sich trotz dieser Herausforderung in die Herzen der Zuhörer und Zuhörerinnen gespielt. Das sind Arun Leander am Bajan-Akkordeon, Yogendra an der Sitar und Ravi Srinivasan an den Percussions. Dabei waren diese Percussions durchaus nicht die üblichen: Es gab z.B. Glöckchen, ein Xylophon, eine Tonvase und natürlich war Tablar mit im Spiel. Tablar ist dabei keine normale Trommel. Die Bespannung ist im Mittelteil ergänzt um eine Mischung aus gekochtem weißen Reis und Eisenspänen. Ravi Srinivasan ließ nichts aus, womit man Musik machen kann, so war auch sein Gesicht als Percussions-Instrument mit eingebunden – unbeschreiblich.

Die Musik ging in ferne Länder. Mit "Al Garcia" ging es nach Spanien und der Einfluss Nordarfikas auf dieses Lied war deutlich erkennbar. Nach einem Lied, das sich mit Krischna beschäftigte, gab ein türkisches "Auberginengericht" Hunger auf mehr. Danach konnte man hören, dass der Iman in Ohnmacht gefallen war. Nach der Geschichte, dass sich die Inuit mit Fischöl gegen die Kälte von -30 bis -50 das Gesicht einschmieren und den dort erkennbaren Folgen des Klimawandels, ging es im nächsten Lied um einen verrückten Tintenfisch. Ein Lächeln lag auf allen Gesichtern, als ein malaysisches Kinderlied erklang. Das dann folgende Lied, dass sich mit einer Eierspeise beschäftigte, hatte so meditative Wirkung, dass der aufbrausende Applaus regelrecht aus den Träumen riss. Fröhlich war der Sound mit einem Lied, dass sich mit den Gewürzen der Molukken beschäftigte und dann konnte man die Weite der Welt zwischen Sibirien und Nordindien regelrecht hören. Dort waren die sibirischen Kraniche auf ihrem Weg zur Überwinterung unterwegs. So war die musikalische Reise wieder in Indien gelandet. Mit einem sehr fröhlichen „Meine Sonne, mein Licht, mein Heiland“ schloss das Konzert ab. Natürlich wurde diese Gruppe nicht entlassen, ohne alle Zuhörer mit einer Zugabe - Mambo Lassi - auf die Reise nach Hause zu schicken.

Hier war nicht nur Weltmusik zu hören, hier hatten Musiker mit einem Weltgefühl für Musik die Zuhörer in eine fröhlich, nachdenkliche sehr vielseitige Welt der Töne geschickt.

So blieb dann der Wunsch der Musiker: Wann dürfen wir wieder kommen. Der Wunsch der Besucher: Wann kommen sie wieder…
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