Konzert "Musica barocca" begeistert zahlreiche Zuhörer

Konzert "Musica barocca" mit dem Ensemble "La battuta" begeistert zahlreiche Zuhörer (Foto: R. Herdin)
Viele zufriedene Gesichter sah man bei und nach dem Konzert des Ensembles „la battuta“ in der Schwabmünchner Frauenkirche. Die Aussagen zweier Zuhörer belegen dies: Einer Konzertbesucherin gefiel vor allem „die Leichtigkeit der Melodien bei den beiden Flöten“. Eine weitere Konzertbesucherin sagte, dass sie beeindruckt war, wie „mit Begeisterung musiziert wurde. Das Spiel sei sehr sensibel und die Stücke gut aufeinander abgestimmt gewesen.“„Musica barocca“, so der Titel des Konzertes lockte viele Besucher in die Schwabmünchner Barockkirche, man merkte es den Musikern an, dass sie mit Spaß vor den vollbesetzten Bänken musizierten. Das Ensemble "La battuta" (= im Takt bleiben) wurde im Frühjahr 2005 gegründet und spezialisiert sich auf kammermusikalische Vokal/-und Instrumentalwerke des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Besetzung des Ensembles variiert oft von Konzert zu Konzert. Bei dem Konzert in der Schwabmünchner Frauenkirche musizierten Wolfgang Frisch (Tenor), Susanne Steuerl und Sissi Gerlach (Blockflöten), Pamela Rachel und Julia Bogner (Violine), Isabella Wolf (Violoncello), Wolfgang Duile (Kontrabass), Hanna Obermeier (Theorbe) und Bernd Jung (Cembalo).
Sofort ins Auge stach den Zuhörern ein Instrument, welches wie eine zu lang geratene Gitarre aussieht: Die Theorbe, ein Instrument der Lauten-Familie ist ein frühbarockes Instrument, das buchstäblich zwei Nummern zu groß ist. Eine Instrumentenlänge von 180 Zentimetern ist die Besonderheit. Die tiefen langen Saiten werden "leer geschlagen" und klingen dann wie eine irische Harfe. Auf den kürzeren werden Melodien und Akkorde gegriffen, und beide Abteilungen sind in getrennten Wirbelkästen gespannt. Den Klang dier Thorbe konnten die Zuhörer vor allem bei einem Werk von Alessandro Grandi für Theorbe und Tenor erleben. Eine Ciacona von Tommaso Merula gespielt vom Instrumentalensemble erwies sich als wahrer Ohrwurm, und wurde dann am Schluss vom Publikum als Zugabe eingefordert.
Dass Konzert war für die Zuhörer in Genuss, und deshalb sah man darüber hinweg, dass sich bei der Sonate für zwei Violinen und Generalbass von Bach (im Original ein Orgelwerk) leider einige ermüdende Längen aufgrund fehlender musikalischer Gestaltung ergaben.
Wolfgang Frischs wunderbar biegsame und nicht zu laute Tenorstimme passte sehr gut zum Klang des Ensembles, und zeigte auch wie vor zweihundert Jahren musiziert wurde. „Musica barocca“ war ein Genuß.
Fortgeführt wird die Konzertreihe im Herbst mit dem Oratorium "Der Messias" von Georg Friedrich Händel am Sonntag 20. Oktober um 16 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Michael.
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