Friede, Freude, Weihnachten... das etwas "andere" Weihnachtskonzert.

Der Kirchen- und Frauenchor Rauschenberg hat inzwischen 40 Sängerinnen. Chorleiter ist Philipp Imhof und Vorsitzende ist Monika Friedrich.
 
Begrüßung
Weihnachtskonzert des Kirchen- und Frauenchor 1906 Rauschenberg am 3. Adventssamstag

Friede, Freude, Weihnachten...

war der Titel des etwas "anderen" Weihnachtskonzertes. Es als traditionell zu bezeichnen wäre zu verwegen. Einige Stücke hatten erst auf den zweiten Blick direkt mit Weihnachten zu tun, doch das war Absicht. Nach der Begrüßung sang der Chor "The Rose" ein durchkomponiertes Chorstück von Amanda Mc Broown. Er sang dieses Stück zart, bewegt, aber auch herzlich und erfrischend. Der Chor versucht immer wieder Neues und Modernes mit dem Traditionellen zu verbinden und das gelingt, weil sich der Chor neuen Herausforderungen stellt. So waren es in diesem Jahr Stücke von Gunnar Eriksson, der ein Meister darin ist, verschiedene Lieder miteinander zu verbinden, dass sie eins werden. Und wie schwierig das ist, zeigte der Chor sogleich beim Eröffnungslied: Die Phrase "Es sungen drei Engel" von drei Gruppen verschieden schnell gesungen, dazu noch drei Andere nicht zum Lied gehörende Phrasen, die zu unterschiedlichen Zeiten einsetzten, waren eine Herausforderung für die Sängerinnen und das Publikum. Und wer zu Beginn das Ganze als eine Art Labyrinth gehört hatte, hatte später noch mal die Möglichkeit, Ähnliches zu hören. "Wie schön leuchtet der Morgenstern" zusammen mit "Vom Himmel hoch" und "Alpha es et O" ergaben eine Komposition, die man so noch nie gehört hatte - zart, beschwingt und engelsgleich, doch zugleich auch bodenständig. Ein weiterer Schwerpunkt waren nordische Lieder. Chorstücke die durchaus auch in den deutschen Gesangbüchern wieder zu finden sind, so wie etwa das Lied "Deilig er jorden" oder "Världens frälsare". Letzteres hat seinen deutschen Text von Martin Luther und ist in Schweden eines der beliebtesten Weihnachtslieder. Aber auch Traditionelles hatte seinen Platz im Programm. Im mittleren Teil des Programms konnten die Zuhörer klassische und beliebte Weihnachtslieder hören. Dabei war es sogar erwünscht dass sie bei dem Lied "Ich steh an deiner Krippen hier" mitsangen. Der Organist Christoph Hohl spielte zu Beginn eine moderne Fassung des Stückes, eh die Zuhörer gemeinsam mit dem Chor zur ersten Strophe anstimmten. In einem Wechselgesang sang man vier Strophen. Christoph Hohl konnte seine Leidenschaft das "Orgel spielen" gleich viermal unter Beweis stellen, wobei er davon zweimal Philipp Imhof bei seinen Solostücken begleitete. Philipp Imhof, Chorleiter und Bariton zeigte dem Publikum mit "Die Könige" von Peter Cornelius, ganz klassisch und die Filmmusik "Have yourself a merry little Christmas" welche Bandbreite er singen kann. Seine weiche, fast samtige Stimme vermittelte dem Publikum einen besonderen Hörgenuss. Im letzten Teil des Konzertes war der Chor bereit sein Publikum mit Abendliedern in den recht unsanften und stürmischen Samstagabend zu entlassen. Mit La Le Lu setzte er nochmals einen Höhepunkt, bei dem die Sängerinnen bewiesen, dass sie ihre Stimmen auch ganz leise, zart und "zerbrechlich" einsetzen können.
Nach dem Dank an das Publikum, die Solisten und den Chor gab es noch ein Stück das im Programm stand. Only you... im letzten Jahr noch etwas zögerlich dargeboten, war es in diesem Jahr ausgereifter und mit einer zusätzlichen "Bridge" vollständig. Die Sängerinnen trugen es begeistert vor. Nach dem Schlussapplaus der in einem rhythmisch Klatschen endetet, gab der Chor noch zwei Zugaben.
Wobei der Chor bei den Zugabe zeigte, dass er auch eine humoristische Seite hat. Im Jahr zuvor zeigte man "Fisches Nachtgesang" bei dem sie Sängerinnen lautlos den Mund im Takt öffnen und schließen, in diesem Jahr erlebte das Publikum zu welcher Lautstärke die Sängerinnen imstande sind. Mit "Voro Ivanitzki" setzten die Unterstimmen gewaltig, mächtig und fest entschlossen ein, während der Sopran gewollt säuselnd, spitz und pienzig seinen Part sang, ehe die Unterstimmen ergeben und inbrünstig alle Stimmen in den Schluss des Liedes führte, der mit einem Lauten und gewaltigen "Hey" endete.
Die zweite Zugabe "I'm walking" die sehr erfrischend dargeboten wurde, war wie Voro Ivanitzi ein gewollter Ohrwurm für das Publikum, mit dem man sich in die verdiente Winterpause vom Publikum verabschiedete.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 22.12.2014 | 09:12  
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