Ein Spaziergang mit Andacht im Schlossberg

Rauschenberg: Stadtkirche Rauschenberg | Zahlreiche Personen hatten sich an der Stadtkirche in Rauschenberg eingefunden, um an dem Spaziergang mit Andacht teilzunehmen, einer besonderen Form des Naturerlebens mit Gottes Wort. Der Vorsitzende des Fördervereins Ev. Stadtkirche Rauschenberg e. V. Reinhold Gamb wies in seiner Begrüßung auf den besonderen Stellenwert des Schlossberges hin. Einen Erholungspark der Rauschenberger nannte ihn Friedrich Prüser in seiner Chronik zur 700 Jahrfeier. Eduard Bromm verglich in seinem Buch „Die Stadt Rauschenberg in Oberhessen“ aus dem Jahre 1889 den prächtigen Tannenwald mit den Säulen eines Domes.

Die Pfarrerin Frau Kathrin Wittich hatte das Wasser in den Mittelpunkt ihrer Andacht gestellt. Die Geschichte von Jesus und der samaritanischen Frau war zu hören, die zum Ergebnis hat, wir brauchen das Wasser, das den Durst für immer löscht. Der Schlossberg ist für die Wasserversorgung der Einwohner der Stadt Rauschenberg sehr wichtig. Der Rauschenberg-Kenner Ludwig Pigulla erinnerte am Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege an das Elend, das diese beiden Ereignisse auch für die Rauschenberger gebracht hat. Nach dem ersten Weltkrieg wurde eine Tafel mit den Namen der Gefallenen angebracht. Zwei weitere Tafeln waren nach dem zweiten Weltkrieg erforderlich und „ich hoffe“, so sagte er, „dass niemals eine weitere Tafel erforderlich wird. Genießen wir den Frieden“.
Bürgermeister Michael Emmerich konnte über die gegenwärtigen Arbeiten am neuen Hochbehälter berichten. Beim Springbrunnen am „Neuen Weg“ ließen Pfarrerin Kathrin Wittich, Hilde Kreyling und Reinhold Gamb ihren Gedanken über den Inhalt der Andacht freien Lauf. Ergebnis des Gesprächs: ein Gebet ist auch so etwas wie eine Quelle.
Am Försterstein überraschten Andreas Goldbach und Erick Schauberer die Teilnehmer mit Gitarrenmusik. Die hohen Bäume, der Sonnenschein und das Zwitschern der Vögel sorgten für eine besondere Atmosphäre. Das abschließende Gebet fand in der Stadtkirche statt und hier wurde der Gesang mit Gitarrenmusik begleitet.
Helfer und Helferinnen des Fördervereins hatten dafür gesorgt, dass Kuchen, Kaffee, Tee, Würstchen und auch Wasser kostenlos angeboten wurde. Tische und Stühlen waren im Chor der Kirche aufgestellt und schön dekoriert. Dort zu sitzen, vor dem kostbaren Altarbild und unter der Madonna auf der Mondsichel war ein nicht alltägliches Ereignis. So konnte sich der Förderverein über eine gelungene Veranstaltung und über 50 Teilnehmer freuen. Die eingesammelten Spenden sollen für die Sanierung der Stadtkirche verwandt werden.

Die Fotos hat Gerhard Friedrich gemacht.
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