Schülerbetreuung der Laisbachschule Ranstadt besucht Modellbahnhof Stockheim

Schülerbetreuung der Laisbachschule Ranstadt besucht Modellbahnhof Stockheim
Unter den vielen Besuchergruppen war dieser Tage auch die Schülerbetreuung der Laisbachschule Ranstadt, und ein Tag zuvor der Kiga aus Staden. Faszinierend ist sie schon, die Miniatureisenbahn. Daß es sich im Untergeschoß des Bahnhofs um den Nachbau der Vogelsbergbahn Stockheim- Gedern handelt, ist für die Kindergartenkinder und Vorschüler eigentlich weniger von Bedeutung, für die Erwachsenen aber schon. Züge und Schienenbusse pendeln da fortwährend zwischen den Stationen und auf den Straßen ist auch mächtig was los, die Miniautos durchqueren wie von Geisterhand geführt, das Wegenetz der Anlage. Die Augen leuchten, wenn da, per Druck auf einen Taster, u.v.a die Feuerwehr ein Haus löscht, ein Baum gefällt wird, ein Schornsteinfeger einen Kamin fegt, im Gebüsch ein Mann beim Pullern erwischt wird. .Betritt man das Aussengelände, ist das rollende Fahrgeräusch und das Pfeiffen der Loks und Lautsprecherdurchsagen an Bahnhöfen nicht zu überhören. Die hier größer spurige Anlage ist ein Nachbau von Schweizer Bergbahnen. Von der Aussichtsplattform hatten die Kinder einen schönen Überblick. Während der Bahnhofsbetreiber Harald Steinke durch Welt der Bahnen führte, war der Modellbauer Manfred Egloff im Obergeschoß bei den Mühlen anzutreffen.
. Nicht minder interessant war die derzeitige Sonderausstellung „Mühlen im Wandel der Zeit“.im Obergeschoß, denn die Mühlen sind zum Anfassen, man kann daran drehen. Bei jeder Führung durch die Mühlenausstellung stellt der Modellbauer die Frage, welche Antriebsarten es bei den, nicht nur historischen Mühlen gibt. Ganz klar, Wind und Wasser wurden da genannt, mit etwas Schützenhilfe weiß man dann auch, daß Menschen aber auch Tiere wie Pferde (also Muskelkraft) Mühlen antrieben. Es gab aber auch blitzartige Antworten: Elektromotor. Eine logische Antwort in unserer modernen Neuzeit. Da Egloff's Modelle nur für die ursprünglichen Antriebsarten konzipiert sind, also ohne elektrische und elektronische Hilfsmittel, kann bzw muss der Besucher an den Mühlen drehen, um die Funktionsweise der jeweiligen Mühlen regelrecht zu begreifen und auch einen Blick in die Mühlen werfen, was bei Freilichtausstellungen nicht so möglich ist. Natürlich sind da der steinzeitliche Reibstein und das Handmahlwerk der Anziehungspunkt. Auch die Schiffsmühle wird erst einmal als Schaufelraddampfer idendifiziert und bedarf einer Aufklärung. Schiffsmühlen gab es schon vorher, wurden im 18. und 19. Jahrhundert gebaut, die Dampfmaschine, Benzinmotor und Elektrizität wurde erst Ende des 19. Jahrhundert erfunden.
Da moderne Mühlen mit Elektroantrieb und somit auch eine Dampfmaschine in einem Thema „Mühlen im Wandel der Zeit – über zehntausend Jahre Mühlengeschichte “ nicht fehlen darf, sind solche bereits geplant und im Bau, verrät der Modellbauer. Die letztgenannten führten damals aber auch zu einem ersten Massensterben der herkömmlichen Mühlen. Realistisch gesehen sind es u.a. aber weiterhin Mühlen, auch in Form von Turbinen und Windkraftanlagen, die unsere moderne Welt aufrecht erhalten und uns mit dem nicht mehr wegzudenkenden Strom versorgen.
Wenn man so will, ist die Modelleisenbahn, die böse Zungen mal als Spielzeug abstempelten, die Fortsetzung der Mühlengeschichte, zumindest in Teilbereichen, denn Lokomotiven sind nichts anderes als Dampfmaschinen und Elektromotoren auf Rädern. Fazit der Erzieherinnen der Schülergruppe der Laisbachschule, wir kommen auch zu einer der Freilicht- Ausstellungen. Noch bis zum 13. November sind die Mühlenmodelle im Modellbahnhof Stockheim. Ab dem 21. November bis Februar 2017 sind diese dann in einer Vitrinenausstellung im Kreishaus des Wetteraukreises in Friedberg ausgestellt.
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