Am 4. Dezember ist Barbara-Tag... Die heilige Barbara und der grüne Zweig der Hoffnung...

Wann? 04.12.2009 Uhr
Wo? Überall, Eulenring, 31224 Peine DE
am 4. Dezember ist Barbara-Tag!
Peine: Überall | BARBARATAG...

Geh in den Garten am Barbaratag.
Geh zu dem kahlen Kirschbaum und sag:
Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit;
der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehen:
Wir feiern ein Fest, wie der Winter so schön.
Baum, einen Zweig gib du mir von dir.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir.
Und er wird blühen in seliger Pracht
mitten im Winter in der heiligen Nacht.

(Josef Goggenmos)



Um den 4. Dezember als Gedenktag an diese Märtyrerin rankt sich ein reiches Brauchtum.

Als Patronin verehren sie neben den Bergleuten zahlreiche andere Berufsgruppen, so etwa die Architekten, Bauarbeiter, Dachdecker, Hutmacher, Köche, Maurer und Metzger, Artilleristen.
Sie gilt außerdem als Patronin von Türmen und Festungen sowie des "Wehrstandes".

Hierzulande ist ihr Tag vor allem mit den Barbarazweigen verbunden. Das Brauchtum hat eine tiefere Bedeutung: Das vermeintliche Wunder der Natur, die Blüten im Winter, soll das Wunder der heiligen Nacht verdeutlichen.

Dieser Brauch geht zurück auf die Legende von der heiligen Barbara:

Die heilige Barbara lebte im 3. Jahrhundert in Nikomedia in Kleinasien. Sie war die Tochter eines reichen Kaufmanns. Als sie die christliche Religion kennen lernte, ließ sie sich taufen. Dies war als Kaiser Decius in den Jahren 249-251 die Christen verfolgen ließ. Barbaras Vater, ein Heide, der seine Tochter über alles liebte, war entsetzt und versuchte alles, um sie vom Christentum loszureißen, was ihm aber nicht gelang. Aus Enttäuschung und Wut über ihren Starrsinn zeigte er sie selber an. Sie wurde gefangen genommen und kam ins Gefängnis. Auf dem Wege dorthin verfing sich ein Kirschenzweig in ihrem Kleid. Den stellte Barbara in ihrer Zelle in einen Krug mit Wasser. An dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde, blühte der Zweig auf. "Du schienst wie tot", sagte Barbara zu dem Zweig. "Aber du bist aufgeblüht zu schönerem Leben. So wird auch mein Tod der Anfang eines neuen, ewigen Lebens sein."

Die sogenannten Barbarazweige sollten nicht sofort in die Wärme, sondern ca. eine Woche in einem kühlen Raum stehen. Damit sich dann aus Knospen Blüten entwickeln, muss immer frisches Wasser in die Vase. Zum sicheren Aufblühen ist es notwendig, dass man die Zweigenden lang anschneidet oder das Holz mit dem Hammer leicht anklopft, bevor man sie in die Vase stellt. Die Wasseraufnahmefähigkeit wird dadurch vergrößert.

Die Entwicklung der Blüten und Blätter kann man beschleunigen, indem die Zweige für einige Stunden flach in eine Wanne mit Wasser legt. So können sie sich von allen Seiten mit Wasser vollsaugen und machen nicht so schnell“ schlapp“.

Nach altem Volksglauben bringt das Aufblühen Glück im kommenden Jahr.
Teilweise ist es Brauch, dass die jungen Mädchen jedem Zweig den Namen eines Verehrers zuweisen. Der Zweig, der zuerst blüht, soll auf den zukünftigen Bräutigam hinweisen.

Verdorrt der Zweig: ja dann …. ;o)))



Bauernregeln:

• Auf Barbara die Sonne weicht, auf Lucia sie wiederum her schleicht.
• Geht Barbara im Klee, kommt's Christkind im Schnee.
• St. Barbara mit Schnee, im nächsten Jahr viel Klee.
• Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.
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Uta Kubik-Ritter aus Uetze am 03.12.2009 um 22:45 Uhr  
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