Von Great Britain bis Streetband Funk – ein abwechslungsreiches Herbstkonzert der Stadtkapelle Neusäß

  Am Sonntag den 22.11.15 lud die Stadtkapelle Neusäß Ihr Publikum zum Herbstkonzert in die Stadthalle. In diesem Jahr wünschte sich der Dirigent Peter Weber einige Stücke zum Thema „Great Britain“.

Eröffnet wurde das Konzert mit der imposanten „Olympic Fanfare an Theme“ aus der Feder des englischen Komponisten John Williams. Man kennt Williams insbesondere als Komponist von Filmmusik, wie z.B. Star Wars Episode 5. Mit der Olympic Fanfare wurde ihm 1984 die große Ehre zu Teil, die Eröffnungsmusik für die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles zu schreiben. Besonders die Blechbläser verleihen dem Stück die majestätischen Klänge. Aber auch die Holzbläser, die hier die Streicher ersetzten, waren mit schnellen Läufen gefordert. Weiter ging es mit der 5-sätzigen Suite „Hymn of the Highlands“. Mit diesem mehrsätzigen Tongemälde beschreibt Philip Sparke die malerische Landschaft Schottlands mit allen weichen und auch schroffen Landstrichen. Der Erste Satz „Adross Castle“ begann mit einem Zwiegespräch zwischen Klarinette (Beate Birzele) und Fagott (Johanna Tiedeken), gefolgt von einem Saxophon Solo (Timo Schnaubelt), welches die typischen Dudelsackklänge Schottlands wiedergab. Im zweiten Satz „Alladale“ beschrieb ein Saxophon-Trio begleitet durch die Stadtkapelle die malerische Landschaft des Wildreservats Alladale. Als Solisten brillierten hier Petra Steffe und Claudia Nerz (Alt-Saxophon) sowie Sebastian Assum (Tenor-Saxophon). Im dritten Satz verzauberte Oliver Heinz mit der Piccolo-Trompete die Zuhörer mit den einfühlsamen Klängen von „Flowerdale“, womit Sparke den gleichnamigen Landstrich mit Wasserfällen, Bergen und Tälern beschreibt. Beim vierten Satz „Summer Isles“ übernahm die 1. Vorsitzende der Stadtkapelle, Laurie Neumann-Oblinger den Solopart am Euphonium und entführte die Zuhörer in die malerische Inselwelt der Summer Isles, welche in der Mündung des Loch Broom an der schottischen Nord-West-Küste liegen. Im fünften und auch fulminantesten Satz „Dunndonell“ beschreibt Sparke ein charmantes kleines Dörfchen an der Spitze von Loch Broom in der nähe der Summer Isles. In schnellen, anspruchsvollen Passagen, welche alle Register des Orchesters gleichermaßen forderten, war hier immer wieder das Dudelsackthema des ersten Satzes zu hören und bot den Zuhörern ein imposantes Ende der Suite. Die Musikerinnen und Musiker, vor allem die Solisten wurden mit langanhaltendem Applaus für Ihre ausdauernde Probenarbeit belohnt. In die Wälder von Sherwood Forrest wurden die Zuhörer beim letzten Stück vor der Pause entführt. Als „Kampf mit Pfeil und Bogen (Dirigent Peter Weber) zwischen Robin Hood (Musiker) und dem Bösen Sherriff von Nottingham (Triolen und Synkopen)“ beschreibt die Moderatorin des Abends, Katrin Böck das die Filmmusik zu „Robin Hood – König der Diebe“ aus der Feder von Michael Kamen. Auch diesen „Kampf“ haben die Musikerinnen und Musiker mit Ihrem Dirigenten erfolgreich gemeistert und wurden auch hier mit lang anhaltendem Applaus vom Publikum in die Pause verabschiedet.

Traditionell ging es nach der Pause weiter. Mit dem „König Ludwig II. Marsch“ von Georg Seifert begrüßte die Stadtkapelle Ihr Publikum zurück aus der Pause. Dem ein oder anderen Zuhörer war dabei sicher aufgefallen, dass ein paar Stühle auf der Bühne leer blieben. Als jedoch plötzlich die Türen zum Saal wieder geöffnet wurden war klar, warum. Die neu ins Leben gerufene Streetband „Scarafons“ zog mit flotten Rhythmen und Tönen in die Stadthalle ein und unterhielt das Publikum mit funkigen Jazz-Soul-Arrangements des musikalischen Leiters Leonardo Dianori. Beginnend mit dem Klassiker „Watermelon Man“ durften sich die Zuhörer auch noch über die Stücke „Too good too bad“, „Brooklyn“ und zu guter Letzt „Chameleon“ freuen und belohnten die Musiker mit tosendem Applaus. Für die Mitglieder der neuen Formation der Stadtkapelle war das die „Feuertaufe“ vor dem doch sehr kritischen Neusäßer Publikum, welche Sie mit Bravour bestanden haben. Nach den modernen Klängen wurde das Konzert wieder traditionell mit der Polka „Prager Gassen“ von Jaroslav Zeman fortgesetzt. Beim nächsten Stück „The Viktoria Peak“ übernahm der zweite Dirigent der Stadtkapelle, Markus Donderer, den Taktstock und führte die Musikerinnen und Musiker sicher auf den gleichnamigen höchsten Berg Hong Kongs. Beim letzten offiziellen Stück durften noch einmal Solisten Ihr Können zeigen – Leonardo Dianori (Flügelhorn), Markus Donderer (Tenorhorn) und Thomas Buckel (Tuba) stimmten das Publikum mit der gefühlvollen Einleitung auf die wunderschöne Polka „Von Freund zu Freund“ ein. Mit diesem Stück verabschiedete sich die Stadtkapelle von Ihren Zuhörern. Für den lang anhaltenden Applaus belohnten die Musikerinnen und Musiker Ihr Publikum noch mit der Zugabe „Neusäßer Stadtmarsch“. Den ruhigen Abschluss machte das Stück „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ – ausdrucksstark gesungen von Hannah Kluger.
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