Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.... die Stadtkapelle Neusäß auf Reise in die Bundeshauptstadt

  Am Donnerstag, den 20.10.2016 machte sich die Stadtkapelle Neusäß e.V. zusammen mit einem Teil der Freiwilligen Feuerwehr Neusäß auf den Weg nach Berlin, um der Einladung des MdB Hansjörg Durz zu folgen. Er hatte die beiden Vereine zu einem Besuch in die Bundeshauptstadt eingeladen, um ihnen seinen neuen Wirkungskreis zu zeigen. Früh morgens um sieben machten sich somit 86 Musiker/innen und Mitglieder der Feuerwehr in zwei Bussen auf den Weg. Nach 9,5 Stunden Fahrt kamen alle wohlbehalten im Hotel im Osten Berlin an. Der Abend stand zur freien Verfügung.

Am nächsten morgen hieß es schon wieder zeitig aufstehen. Abfahrt war um 7:30 Uhr am Hotel, da um 8:15 Uhr der Sicherheitscheck am Reichstag passiert werden musste. Sehr interessant war die Teilnahme an einer Plenarsitzung zum Thema „Parlamentarische Kontrolle der Nachrichtendienste“. Im Anschluss daran ging es auf die Glaskuppel des Reichtages, von der man trotz des trüben Wetters eine schöne Rundsicht über Berlin hatte. Danach machte sich die ganze Gruppe auf ins Paul-Löbe-Haus, wo Herr Durz seine Gäste bereits zur ca. einstündigen Gesprächsrunde erwartete. Hier stand er Rede und Antwort und erklärte, wie der Wochenplan eines Bundestagsabgeordneten so aussieht. Naturlich ließen es sich Feuerwehr und Stadtkapelle nicht nehmen, Herrn Durz mit Geschenken aus der Heimat zu überraschen und sich so für den gelungenen Vormittag zu bedanken. Den Abschluss seiner Einladung bildete das gemeinsame Mittagessen im Besucherrestaurant des Paul-Löbe-Hauses. Weiter ging es mit einer 3-stündigen Stadtrundfahrt durch West- und Ost-Berlin mit Zwischenstopp an der so genannten „East-Side-Gallery“, einem 1316 Meter langem Teilstück der Berliner Mauer, welches von den verschiedensten Künstlern bemalt wurde. Am bekanntesten ist wohl das Bild vom „Bruderkuss“ zwischen Breschnew und Honecker. Mit vielen Eindrücken und viel neuem Wissen ging es danach auf direktem Weg zum gemeinsamen Abendessen im „Brauhaus Südstern“. Hier verbrachten die Mitglieder der Stadtkapelle und der Feuerwehr einen fröhlichen Abend mit gutem Essen, Bier und natürlich Musik. Um 21 Uhr ging es mit den Bussen zurück zum Hotel. Der restliche Abend stand wieder zur freien Verfügung, den einige im Hotel und einige im Berliner Nachtleben ausklingen ließen.

Nicht ganz so früh, dafür um so „schwerer“ ging es am Samstag weiter. Um 9 Uhr brachte der Bus die Berlin-Fahrer zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Hier befand sich von 1951 – 1989 die zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi. Bei einer sehr emotionalen Führung durch einen ehemaligen Insassen des Gefängnisses erfuhren die Musikerinnen und Musiker, unter welchen Bedingungen die Stasi Ihre Häftlinge unter Gewahrsam hatte und vor allem, mit welchen Mitteln diese zu Aussagen gezwungen wurden. Egal ob jung oder alt, die Erzählungen brachten jeden zum Nachdenken und ließen so manches Auge feucht werden. Mit etwas gedrückter Stimmung machte sich die Stadtkapelle danach auf dem Weg zum Gendarmenmarkt, wo die Musikerinnen und Musiker ein ca. einstündiges Standkonzert gaben. Sogar die sich sonst rar machende Sonne gab hier ein Gastspiel. Auch dem vorbeilaufenden Publikum hat die musikalische Kostprobe gefallen, binnen kürzester Zeit hatten sich viele Zuhörer eingefunden und belohnten die Stadtkapelle mit ausgiebigem Applaus. Ein Pärchen von den Freunden der FFW Neusäß wagte sogar ein Tänzchen zum ein oder anderen Walzer. Hier gab sich auch noch eine gute Gelegenheit, um die zwei Fässchen Bier zu verkosten, die uns Bürgermeister Greiner auf die Reise mitgegeben hat. Nachdem das ganze Equipment wieder im Bus verstaut war, stand der restliche Nachmittag und Abend zur freien Verfügung, den einige zu einer Schifffahrt auf der Spree, andere zu einem Besuch im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud oder zu einer ausgiebigen Shoppingtour durch das KaDeWe nutzten. Ein Teil der Reisegruppe gab sich am Abend intellektuellen Genüssen hin und besuchte das politische Kabarett im Disteltheater.

Am Sonntag hieß es um 9 Uhr leider schon wieder Abschied nehmen von der Bundeshauptstadt. Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine „mords Gaudi“ mit viel Kulturellem war, bei dem auch das Kameradschaftliche nicht zu kurz gekommen ist und eine allgemeine Umfrage hat ergeben, dass es sicher nicht der letzte gemeinsame Ausflug der Stadtkapelle und der FFW Neusäß gewesen sein wird.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 05.11.2016
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