Rezension: "Elchscheiße" von Lars Simon

"Elchscheiße" von Lars Simon (Foto: Cover; © dtv)
Lars Simon legt mit „Elchscheiße“ einen flott geschriebenen und witzigen Comedy-Roman hin.

Sein Protagonist Torsten Brettschneider erbt ein Gehöft in Schweden. Die Freundin brennt mit seinem Therapeuten durch, also kauft sich der Frankfurter einen gebrauchten VW-Bus und düst los. Auf seinem Roadtrip wird er von einem Anhalter, dem Sozialpädagogik-Studenten Rainer, begleitet. In Gödseltrop (z.Dt. „Drecksnest“) angekommen, prallt Torsten Brettschneider gegen eine Mauer aus Ablehnung und darf sein Haus nicht einmal betreten. Nur der Pfarrer meint es gut mit ihm. Da die halbe Gemeinde dem Erben seinen Hof samt Schatz abluchsen will, kommt es beim Dorffest zum unausweichlichen und wohl etwas übertriebenen Showdown – mit einem bis an die Zähne bewaffneten Norweger-Opa und Hippie-Rainer als Geheimwaffen.

„Elchscheiße“ kommt nicht nur thematisch im Debütroman von Lars Simon vor, sondern drückt auch seine Situation in Gödseltorp aus. Doch so bitter der Empfang für Torsten Brettschneider ist, so viel Spaß hat der Leser an den Geschehnissen. Häufig liegt das an den Gedankengängen des Protagonisten, insbesondere aber auch am augenzwinkernden Schreibstil des Autors. Die Schweden kommen im Roman übrigens nicht so gut weg, ebenso ihre Volvos und Gebrauchtwagenhändler. Statt Danksagung gibt’s daher eine Entschuldigung vom Autor, natürlich ebenfalls mit einem Augenzwinkern. Vergleicht man die Kurzbiographie von Lars Simon mit der seines Protagonisten, sind gewisse Parallelen unverkennbar.

Titel: Elchscheiße
Autor: Lars Simon
Infos zum Buch: 288 Seiten, Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Mai 2014
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-21508-4
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