Literaturrätsel im Februar: Fastnacht, Karneval und mehr

Die sogenannte 5. Jahreszeit hat gerade Hochsaison. Fremdensitzungen, Kostümfeste, Maskenbälle - die Zeitungen sind voll mit Berichten über Veranstaltungen aller Art. Auch in der Literatur wird dieses Thema gerne verarbeitet.

In welchen Romanen verkleidet man sich und tanzt auf Kostümbällen?

A. Als die Blicke des Prinzen Prospero diese Gespenstergestalt entdeckten, die, um ihre Rolle noch wirkungsvoller zu spielen, sich langsam und feierlich durch die Reihen der Tanzenden bewegte, sah man, wie er im ersten Augenblick von einem Schauer des Entsetzens oder des Widerwillens geschüttelt wurde; im nächsten Moment aber rötete sich seine Stirn in Zorn.
»Wer wagt es«, fragte er mit heiserer Stimme die Höflinge an seiner Seite, »wer wagt es, uns durch solch gotteslästerlichen Hohn zu empören? Ergreift und demaskiert ihn, damit wir wissen, wer er ist, der bei Sonnenaufgang an den Zinnen unsres Schlosses aufgeknüpft werden wird!«

B. Von einem oberen Treppenabsatz übers Geländer gebeugt, sah Viola am Arm von Bettine, wie - höflich seine Gäste vor sich her dirigierend - Herr Adelbert Panezza eintrat, im prächtigen Gewand des Prinzen Karneval, mit Gold und Silber, Hermelin und Purpur, Ordenssternen, Paradebändern und Schnüren überladen, in hohen Lackstiefeletten und Silbersporen, ein glitzerndes Szepter in der Hand, auf dem Kopf eine reichgestickte, schellenverzierte, aus glänzenden bunten Seidenstoffen gewirkte Narrenkappe, die nach Art der phrygischen Mützen geformt war, und wenn man daran denken mochte, auch an die Jakobinermützen der Blutherrschaft erinnerte.

C. "Alle Porträts in der Galerie würden eine gut Vorlage für ein Kostüm abgeben", sagte Mrs. Danvers. "Besonders das von der jungen Frau in Weiß mit dem Hut in der Hand. Schade, dass Mr. de Winter nicht Kostüme aus einer bestimmten Zeit vorgeschrieben hat. Es würde ein viel einheitlicheres Bild geben. Ich finde immer, es sieht merkwürdig aus, wenn ein Pierrot mit einer Rokokodame tanzt."

D. Am Abend fand im Dorf ein Maskenball zu irgendeinem wohltätigen Zweck statt, und als die Dämmerung hereingebrochen war, fuhr vom Herrenhaus ein Wagen mit einem Pierrot, einer Pierrette, einer Zigeunerin und einem Inder zu dem Fest hinunter. Das farbenprächtige indische Kostüm hatte Studd gewählt, dem Mr. Kelver vor der Abfahrt noch einen väterlichen Rat gab.

E. Der "Maskenball" in der Alten Oper war eines der Ereignisse, von denen die Klatschpresse lebte. tout Francfourt wurde erwartet, das gehörte sich so, denn ein Teil des Erlöses diente einem guten Zweck. Welchem, hatte DeLange vergessen. Man konnte es sich jedenfalls heutzutage nicht mehr leisten, einfach nur so herumzufeiern. Charity verklärte jeden Event zur moralischen Mission.

1. Die Fastnachtsbeichte. Von Carl Zuckmayer
2 Das indische Tuch. Von Edgar Wallace
3. Die Maske des roten Todes. Von Edgar Allan Poe
4. Erleuchtung. Von Anne Chaplet
5. Rebecca. Von Daphne Du Maurier
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4 Kommentare
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 15.02.2014 | 20:11  
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R. S. aus Lehrte | 16.02.2014 | 10:00  
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Volker Beilborn aus Marburg | 16.02.2014 | 12:29  
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Karin Franzisky aus Bad Arolsen | 22.02.2014 | 18:39  
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