Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Langweid

Vorstand Karl Wagner bei seinem Bericht.
 
Die Verantwortlichen der Langweider Fuerwehr und Bürgermeister Jürgen Gilg mit den geehrten Vereinsmitgliedern.
 
Karl Wagner (links) dankt Georg Maiershofer (rechts) für seine 20-jährige Amtszeit als erster Kassierer.
Umfangreiche Rechenschaftsberichte des Vorsitzenden, des Kommandanten und des Jugendwarts prägten die außerordentlich gut besuchte Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Langweid. Mit 95 Einsätzen hatte die Wehr im vergangenen Jahr wieder eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. Außergewöhnliche Brandeinsätze prägten die gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Einsatzzahlen. „Die Langweider Feuerwehr ist eine schlagkräftige Truppe“, fasste Bürgermeister Jürgen Gilg bei seinen Grußworten zusammen. Die Segnung und Übergabe des neuen Mehrzweckfahrzeugs war ein Highlight des abgelaufenen Jahres. Nach 20 Dienstjahren übergibt der Kassierer Georg Maiershofer sein Amt an Dominik Kratzer.

Vorsitzender Karl Wagner ließ die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres Revue passieren. Neben dem Besuch von vielen örtlichen Veranstaltungen bezeichnete er die Festlichkeiten um die Segnung des neuen Mehrzweckfahrzeugs als besonderes Ereignis des letzten Jahres. Aber auch das zum dritten mal durchgeführte Langweider Oktoberfest hat sich zu einer etablierten Veranstaltung im Langweider Gemeindeleben entwickelt. Der Vereinsausflug führte im letzten Jahr an den Schliersee und hatte wieder einen großen Zuspruch. Bei der Langweider Dorfweihnacht war die Wehr wieder mit einem eigenen Stand präsent. Aber auch im sportlichen Bereich, bei den Hobby Volleyball- und Fußballturnieren in der Gemeinde konnten die Feuerwehrler mit passablen Leistungen aufwarten. Mit 451 Vereinsmitgliedern ist der Mitgliederstand nahezu unverändert geblieben. Seinen besonderen Dank richtete Wagner an die Gemeinde Langweid für die gewohnte gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Kommandant Markus Kopold brachte in seinem umfangreichen Bericht die hohe Belastung der aktiven Wehrmänner, die neben den zahlreichen Vereinsaktivitäten auch einen hohen Zeitaufwand für Einsätze und Ausbildungsveranstaltungen aufzubringen hatten zum Ausdruck. „Mit 95 Einsätzen im Jahr 2010 ist das Einsatzaufkommen deutlich um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr (73 Einsätze) gestiegen.“ umschrieb Kopold das letzte Jahr. Zwei außergewöhnliche Einsätze waren innerhalb einer Woche bei Bränden in einer Lkw-Werkstatt in Gersthofen und in einer Lagerhalle eines Aussiedlerhofes in Erlingen zu verzeichnen. Aber auch bei nicht alltäglichen Verkehrsunfällen an der Bundestrasse 2 mussten die Langweider Einsatzkräfte alle Register ziehen. Ein Wohnungsbrand verursacht durch ein implodiertes Fernsehgerät in Stettenhofen zählte ebenso zu den nicht alltäglichen Einsätzen. Insgesamt hatten die Einsätze in technischer Hilfeleistung mit einem Anteil von 62 Prozent gegenüber den klassischen Brandeinsätzen wieder einen gewohnt hohen Stellenwert. Mit 76 Feuerwehrdienstleistenden konnte der Personalstand der aktiven Wehr durch Zugänge aus der eigenen Jugendgruppe konstant gehalten werden. Kopold berichtete auch von 77 Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen wobei ca. 2020 Arbeitsstunden geleistet wurden. Mehrere Einsatzübungen bei Gewerbebetrieben in Langweid-Foret, aber auch die Teilnahme an der Langweider Gemeindeübung in Achsheim zählten zu den Schwerpunkten. Auch dem Einsatzgebiet Absturzsicherung wurde wieder mit drei Rettungsübungen die nötige Aufmerksamkeit gewidmet. Die Schulung von 8 Atemschutzgeräteträgern in einem Brandübungscontainer gehörte zu den nicht alltäglichen Übungsveranstaltungen. Weiterhin besuchten mehrere Wehrmänner Lehrgänge an den Feuerwehrschulen und absolvierten einen Motorsägekurs. Erstmals wurde in Eigenregie eine Truppführerausbildung durchgeführt, welche 16 Teilnehmer erfolgreich abschlossen. Daneben waren die Langweider Floriansjünger auch bei den Leistungsprüfungen nicht untätig. Neben den 14 Kameraden, welche die traditionelle Leistungsprüfung, die Gruppe im Löscheinsatz, absolvierten, waren auch weitere 15 Wehrleute bei der Leistungsprüfung in der technischen Hilfeleistung erfolgreich. Dabei ereichten Karl Faulhaber und Werner Kopold das höchste Leistungsabzeichen der Stufe Gold/Rot.
Die Brandschutzerziehung hat seit Jahren eine hohe Priorität bei der Langweider Feuerwehr. Regelmäßige Besuche der Kinder aus den örtlichen Kindergärten und der Schule bei der Feuerwehr gehören dabei zum Programm. Die Gefahren beim fahrlässigen Umgang mit Brennstoffen und das richtige Verhalten im Brandfall zählen dabei zu den Schwerpunktthemen.
Auch die derzeit 16 Jungen und sechs Mädchen der Jugendgruppe der Wehr absolvierten ein umfangreiches Ausbildungsprogramm und zeichneten sich durch eine rege Beteiligung an den Vereinsaktivitäten aus, bemerkte Jugendwart Patrick Theis. Die erfolgreich abgelegte Jugendleistungsspange, die Teilnahme am schwäbischen Jugendleistungswettbewerb in Mindelheim sowie eine 24-Stunden-Übung zählten zu den Höhepunkten des Jugendjahres. Aber auch ein Erste-Hilfe-Kurs und verschiedene Freizeitaktivitäten sowie zwei Altpapiersammlungen standen auf dem Programm.

Als einen herausragenden Tag in der 135-jährigen Vereinsgeschichte bezeichnete Markus Kopold die Segnung und Indienststellung des neuen Mehrzweckfahrzeugs Typ VW Crafter Anfang Mai letzten Jahres. Unter zahlreicher Beteiligung der Ortsvereine und des Patenvereins aus Rehling zelebrierte Pfarrer Georg Schneider den feierlichen Festgottesdienst in der neu renovierten Pfarrkirche Sankt Vitus. Am Feuerwehrhaus erhielt das neue Einsatzfahrzeug dann den kirchlichen Segen und wurde durch Bürgermeister Jürgen Gilg offiziell an die Langweider Feuerwehr übergeben. Beim anschließenden „Tag der offenen Tür“ präsentierte sich die Wehr der Bevölkerung.

Nach den beeindruckenden Berichten verdeutlichte Bürgermeister Jürgen Gilg mit den Worten „Wie in allen Jahren zuvor wurden sämtliche Herausforderungen, alle Übungen und alle Einsätze mit Bravour gemeistert“ den enormen ehrenamtlichen Einsatz und die gezeigte Einsatzbereitschaft. Er dankte den aktiven Feuerwehrleuten für die Bereitschaft ihre Freizeit zu opfern um zu jeder Tages- und Nachtzeit zum Schutz und zur Sicherheit der Bevölkerung bereit zu stehen.

Nach 20-jähriger Tätigkeit als erster Kassierer stellte Georg Maiershofer sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung. Einstimmig wurde der bisherige zweite Kassierer Dominik Kratzer zum neuen Finanzchef gewählt. Im Amt des zweiten Kassierers folgt Maximilian Hauf nach.

Als letzten Tagesordnungspunkt hatte Vorsitzender Karl Wagner die Ehre, langjährige Mitglieder für ihre Treue zum Verein auszuzeichnen. Die Ehrung für 60-jährige Mitgliedschaft erhielten Ehrenvorstand Jakob Thoma, Heinz Reichmann, Georg Hauf und Michael Gulden. Für 50-jährige Treue zum Verein wurden Oskar Eser, Karl Lutz und Stefan Gürtler geehrt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Anton Rieder, Günter Bartsch, Karl Loskot, Gerhard Walzel und Johann Zärle geehrt. Auf 25 Jahre Mitgliedschaft können Johann Geidl, Albert Streit, Erich Streit jun., Helmut Kehrle, Josef Leitenstern, Peter Fuchs, Werner Mayr, Fritz Stürzenhofecker, Johann Leinfelder, Hermann Petry, Ludwig Kuchenbaur, Friedrich Czech, Heinrich Miehling, Wilhelm Heindl und Werner Schmutzer zurückblicken. (art.)
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 04.03.2011
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