Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Langweid im Pflegeheim Lechauenhof

Die Drehleiter geht im Hof des Pflegeheims in Position.
 
Gruppenführer Pattrick Theis weist die Trupps mit schwerem Atemschutz ein.
Der Langweider Lechauenhof, ein Altenpflegeheim nach dem BeneVit-Hausgemeinschaftskonzept, war das Objekt der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Langweid. Ein Brand mit starker Rauchentwicklung in der Tagespflege war das Übungsszenario. Langweids Bürgermeister Jürgen Gilg und die Verantwortlichen des Pflegeheims waren vom Übungsverlauf beeindruckt. „Hier wurde schnelle und professionelle Hilfe geleistet“, fasste Gilg zusammen.
Im mittlerweile vier Jahre bestehende Pflegeheim Lechauenhof hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. In einem Ruheraum der Tagespflege war es zu einem Brand gekommen. Ein Rettungsversuch durch das Pflegepersonal war fehlgeschlagen. Der Brandrauch hat zu einer massiven Verrauchung geführt, eine weitere, nicht gehfähige Person musste mit der Drehleiter gerettet werden. Das war das Szenario, mit dem die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Langweid im Rahmen der diesjährigen Hauptübung konfrontiert waren. Tatsächlich quoll auch bereits intensiver Übungsrauch aus dem Eingangsbereich des Pflegeheimes als die Langweider Wehr mit fünf Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn anrückte. Nachdem Kommandant Markus Kopold die Lage erkundet hatte, gab er die Einsatzbefehle an die Fahrzeugführer. Im Hinblich auf die Größe des Objekts wurden zwei Abschnitte gebildet. Stellvertretender Kommandant Stephan Kratzer bildete mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 und der Drehleiter den Abschnitt Nord. Der Abschnitt Süd mit dem Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 und dem Versorgungs-Lkw wurde von Gruppenführer Markus Hörmann koordiniert. Aufgrund der starken Verrauchung war der Einsatz unter schwerem Atemschutz, für die im Innenangriff tätigen Kräfte, das Gebot der Stunde. Zwei Trupps aus dem HLF 20 betraten das Gebäude über einen Nebeneingang und arbeiteten sich zum Brandherd vor, wo sie den Brand bekämpften und zur Personenrettung übergingen. Ein weiterer Trupp aus dem LF 16/12 drang mit einer Steckleiter über den Garten auf der Südseite in das Gebäude ein. Parallel zu den Brandbekämpfungs- und Rettungsmaßnahmen hat das Team aus dem Versorgungs-Lkw einen Hochdrucklüfter in Position gebracht, um das Gebäude rauchfrei zu machen. Eine besondere Aufgabe hatte die Besatzung der Drehleiter. Äußerste Präzision war erforderlich, als eine nicht gehfähige Person über ein Fenster auf der Nordseite des Gebäudes mit Hilfe der Krankentragenlagerung am Rettungskorb der Drehleiter gerettet werden musste. Am Ende waren alle eingeschlossen Personen gerettet und der betroffene Gebäudeteil mit Hilfe der Hochdruckbelüftung rauchfrei gemacht worden. Sinn solcher Übungen ist, dass sich die Einsatzkräfte mit den Gegebenheiten des Objekts vertraut machen können. Aber auch das Pflegepersonal konnte bei dieser nicht angesagten Übung das richtige Verhalten im Ernstfall einüben. Bei der abschließenden Manöverkritik fasste Kommandant Kopold den Übungsverlauf zusammen und wies auf die objektspezifischen Besonderheiten hin. Auch die Leitung des Lechauenhofes, Frau Helma Komes und Frau Bettina Stegmüller, bedankten sich bei der Langweider Feuerwehr und betonten die Wichtigkeit solcher Übungen, um im Ernstfall die richtigen Maßnahmen treffen zu können. Langweids Bürgermeister Jürgen Gilg verfolgte interessiert den Übungsverlauf. „Die Langweider Feuerwehr konnte mit einem koordinierten Übungsablauf und einer beachtlichen Mannschaftsstärke überzeugen“, fasste Gilg zusammen (art.).
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