Gemeinschaftsübung der Langweider Ortsfeuerwehren

Gruppenführer Patrick Theis gibt die Einsatzbefehle an seine Gruppe.
 
Trupps mit schwerem Atemschutz machen sich auf den Weg zum Innenangriff.

Das Löschwasser und der Schweiß der über 80 Feuerwehrleute flossen bei einer Einsatzübung der Langweider Ortsfeuerwehren in Strömen. An einem heißen Sommerabend wurden die Feuerwehren aus Achsheim, Langweid und Stettenhofen mit einem Übungsbrand im Logistikzentrum des Elektrogroßhändlers Sonepar Deutschland in Langweid konfontiert. „Es ist beeindruckend, wie die beteiligten Feuerwehren mit einer beachtlichen Mannschaftsstärke Hand in Hand gearbeitet haben“ fasste Langweids Bürgermeister Jürgen Gilg nach der Übung zusammen.

Die Langweider Ortsfeuerwehren treffen sich jährlich zu einer gemeinsamen Einsatzübung. Das Zusammenwirken der Wehren, Tests der jeweiligen Wasserversorgung und die Erlangung von Ortskenntnissen verschiedener Objekte sind die Ziele dieser Übungen. Das großflächige Logistikzentrum der Firma Sonepar in Langweid stellte das Umfeld der diesjährigen, von der Langweider Wehr ausgerichteten, Einsatzübung dar. In einer Auslieferungshalle des weitläufigen Firmenareals war ein Brand ausgebrochen. Die Sprinkleranlage hatte ausgelöst aber ein Brandschutztor hatte sich nicht geschlossen. Ein Mitarbeiter war vermisst, die Brandausbreitung auf die große Lagerhalle und den Außenbereich musste verhindert werden, das war das Szenario der Übung.

Schwaden von Übungsrauch quollen bereits aus der Auslieferungshalle, als die Langweider Wehr mit fünf Fahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn an der fiktiven Brandstelle eintraf. Nach kurzer Lageerkundung gab Langweids Kommandant und Einsatzleiter Markus Kopold die Anweisung, auch die Nachbarwehren aus Stettenhofen und Achsheim zu alarmieren. Die Einsatzkräfte der Langweider Wehr wurden sofort in ihre Aufgaben eingewiesen. Personenrettung, Brandbekämpfung und das Schließen des blockierten Brandschutztores, alles unter schwerem Atemschutz, waren die Aufgaben der Besatzungen des Löschgruppenfahrzeugs LF 16/12 und des Hilfeleistungslöschfahrzeugs HLF 20. Die Drehleiter wurde zur Brandbekämpfung im Dachbereich des Objekts eingesetzt. Auch die Jugendgruppen waren mit von der Partie und brachten Strahlrohre in Stellung um dem fiktiven Brand zu Leibe zu rücken. Das Mehrzweckfahrzeug übernahm die Funktion der Einsatzleitung.

Zwischenzeitlich rückten die Kameraden der Stettenhofener Wehr mit ihrem Löschgruppenfahrzeug LF 8 und dem Mehrzweckfahrzeug an. Ausgerüstet mit schwerem Atemschutz hatten sie die Aufgabe, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Bereiche zu verhindern. Zudem hatten sie die Aufgabe eine Atemschutzsammelstelle zu betreiben.

Die Achsheimer Wehr verstärkte die Einsatzkräfte dann mit ihrem Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 und dem Tragkraftspritzenfahrzeug samt Schlauchanhänger. Auch die Achsheimer Wehr beteiligte sich am Aufbau einer leistungsfähigen Wasserversorgung und verstärkte die Schlagkraft bei der Brandbekämpfung.

Die Einsatzstelle wurde in vier Abschnitte aufgeteilt, wodurch eine koordinierte Einsatzsteuerung gewährleistet war. Die einzelnen Einsatzkräfte arbeiteten routiniert ihre jeweiligen Aufgabenstellungen ab. So konnte Einsatzleiter Kopold das Signal zum Übungsende geben. Bei der anschließenden Manöverkritik stellte Kopold den positiven Übungsablauf und die Besonderheiten des Objekts dar. Auch Langweids Bürgermeister Jürgen Gilg zeigte sich erfreut über das effiziente Zusammenwirken der Langweider Ortsfeuerwehren.
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