Show und Politik bei REWE-Lischka

Stadträte um Dieter Völkel bei Rewe Lischka in Landsberg
Landsberg Wolfgang Leikermoser von Antenne Bayern an der Kasse bei REWE-Lischka verblüffte vor einigen Wochen die Kunden. Nicht ganz so spektakulär besuchte Dieter Völkel, der SPD Fraktionsvorsitzende im Landsberger Stadtrat mit seinen Fraktionskollegen die REWE-Filiale an der Breslauer Straße. Den SPD Stadträten war daran gelegen, zu erfahren welche Auswirkungen der enorme Konkurrenzdruck auf die Handels- und Arbeitsbedingungen in einem Filialbetrieb einer der großen Handelsketten hat.

Vor Übernahme der 1800 m2 Verkaufsfläche stellte sich die Familie Lischka die Frage, was können und was müssen wir anders machen als die Anderen, um erfolgreich zu sein. Die erste Überlegung war: zwei branchenfremde Betriebe mit ins Boot zu holen. Eine Post- und Lottoannahmestelle sowie ein Imbissbetrieb, ergänzen heute das eigene Angebot.

Eine weitere Überlegung war, einheimische Zulieferer zu gewinnen. Und hier war von Frau Lischka zu hören, dass es eine Menge vertrauensbildender Maßnahmen bedurfte, um den kleinen Er-zeuger aus der Umgebung als Lieferanten zu gewinnen. Die Furcht die eigene Kundschaft zu verlieren, war überall vorhanden. Wenn es um den Zukauf einheimischer Produkte geht sind wir echte Kaufleute, die z. B. Eier aus Penzing, Äpfel vom Bodensee, Fisch aus Sandau oder Fleisch und Wurst aus Buchloe vor Ort erwerben. Selbst wenn die Preise nicht dem Discounterniveau entsprechen können, wird der Zukauf aus dem Umland vom Kunden honoriert.

Kaufmännisches Geschick ist die eine Seite des Erfolges. Personalführung und Personalentwicklung die andere. Gut 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren zu einem Team zusammenzuschweißen, das Logistik, Beratung und Service an den Kunden bringt. Seit einiger Zeit sind Asylbewerber als Praktikanten und Auszubildende zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie bei einheimischen Bewerbern unter Vertrag. Einen davon durfte die Gruppe um Dieter Völkel kennenlernen. Er arbeitet im Servicebereich der Filiale. Anfangs waren verständlicherweise Berührungsängste auf allen Seiten vorhandenen. Gute Deutschkenntnisse und die erworbene Kompetenz konnten diese Ängste erfolgreich abbauen. Für den Kunden ist der junge Afghane heute ein versierter Ansprechpartner geworden. Von Seiten Lischkas kam eine eindeutige Aufforderung an die Politik, Bürokratie und unterschiedliche Zuständigkeiten bei Ausbildungs- und Beschäftigungverhältnissen von Asylbewerbern abzubauen.

Als kleines Dankeschön für die Insiderinformationen holte Dieter Völkel weder Pralinen noch Wein aus seiner Tasche, alles Sachen die sowieso in den Regalen stehen, meinte er. Nein, ein kleines Stück Papier durfte die Familie Lischka entgegennehmen. Beim Entfalten war die Überraschung groß. Es handelte sich um ein Los, das Dieter Völkel am Eingang der Filiale erworben hatte.
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