Es geht auch ohne Laptop und Beamer.

von links Kathrin Pfeffer, Dr. Gerhard Gaudlitz, Josef Wörsching
„Die Mitgliederversammlung der Landsberger SPD konnte dieses Mal in Dr. Gerhard Gaudlitz einen kompetenten Referenten gewinnen, der fach- und sachkundig über den Zustand des stätischen Waldes und über die Aufgaben des städtischen Forstamtes informierte.

„Die nachhaltige, wertmäßig höchstmögliche Holzerzeugung mit möglichst hohen Waldreinerträgen unter gleichzeitiger Erhaltung und Verbesserung der Produktionskraft des Waldbodens und der Betriebssicherheit bei voller Wahrung der jewelligen Vorrangfunktion der Waldflächen“.

Dieses hochsteckte Ziel soll die gesetzlichen Vorgaben und die wirtschaftliche Nut-zung des Waldes unter einen Hut bringen. Hierbei ist zunächst zwischen der wirtschaftlichen Nutzung des Waldes zu unterscheiden und Waldflächen, die eine reine Erholungsfunktion haben. Konkret wird hierbei die Gewichtung der wirtschaftlichen Nutzung des Holzes auf die stadtfernen Waldungen und die mit Erholungsfunktion auf die stadtnahen gelegt.

Für beide Nutzungsarten sind Forderungen des Natur- und Artenschutzes als unverzichtbare Aufgabe wahrzunehmen. Ebenso obliegen dem städtischen Forstamt die Wahrung der Boden- und Klimaschutzfunktion. Obwohl sich die städtischen Forstwirte bereits viel länger mit dem weltweiten Phänomen der Erderwärmung und dessen Folgen befassen, wird dies die städtische Forstwirtschaft in Landsberg weitere Jahre be-schäftigen.

Der Wald produziert Sauerstoff, filtert Schadstoffe, bindet Treibhaushausgase, sorgt für Wasserrückhalt bei starkem Regen und für Temperaturausgleich und Regelung der Luftfeuchtigkeit. Diesen vielschichtigen Aufgaben wird nur ein artenreicher Mischbe-stand gerecht, den die städtischen Förster nach den Prinzipien des 'naturnahen Waldbaus' begründen, erziehen und erhalten. Bei der Bepflanzung spielt auch der Vogelschutz eine wichtige Rolle. Kleinlebewesen brauchen im Winter eine Nahrungsquelle – wie z. B. Wildapfel, Wildbirne oder Vogelbeere. Nicht zuletzt gilt es in den beiden Wasserschutzgebieten „West“ und „Teufelsküche“ ein von Pestiziden freies Trinkwas-ser bereitzustellen. Obwohl diese Aufgabe nicht sofort als eine des Forstbetriebes er-kennbar ist, kann nur der Wald diese Forderung garantieren. Anders als in landwirt-schaftlich genutzten Flächen werden im Wald keine Düngemittel ausgebracht.

Außerdem obliegt dem städtischen Forstbetrieb die Pflege der Bäume im Stadtbereich, auf Friedhöfen und in den Parkanlagen. In regelmäßigen Abständen sind Mitarbeiter des Forstamtes unterwegs, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und schneiden verkehrsgefährdende Baumkronen oder Äste aus.

Obwohl der Vortrag mit gehöriger Verspätung begann, konnte Dr. Gaudlitz etwa 30 Besucher mit seinem Vortrag begeistern. Zuerst musste der Raum mit der technischen Ausstattung für die Bildprojektion gewechselt werden. Ein schnell beschaffter Ersatzbeamer war dann mit dem anzuschließenden PC im neuen Veranstaltungsraum nicht kompatibel. Kurz entschlossen ergriff Josef Wörsching, der pensionierte Büroleiter des Forstamtes, die zu präsentierenden Geländekarten und fungierte - die Karten hochhaltend - als Pinnwand.

Der Vortrag löste eine lang anhaltende Diskussion aus und fand hohes Verständnis für die Aufgaben des Landsberger Forstamtes. Kathrin Pfeffer, die Vorsitzende der Landsberger SPD, bedankte sich bei Dr. Gaudlitz für seine Bereitschaft mit den An-wesenden weit über die vereinbarte Zeit hinaus zu diskutieren und Fragen zu beantworten.„
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.landsberger | Erschienen am 21.03.2015
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