Historische Entdeckungen und sehr viel Livemusik

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Über 1300 Besucher beim Hurlacher Schlossfest am "Tag des offenen Denkmals"


Das Portal des Hurlacher Schlosses wurde am letzten Sonntag, dem "Tag des offenen Denkmals" (13. September 2015), wieder weit geöffnet. Die Tradition des Hurlacher Schlossfestes, das 2002 erstmals gefeiert wurde, erlebte in diesem Jahr eine weitere Bereicherung: Mit beeindruckenden Fanfarenklängen eröffnete ein Bläserensemble das bunte Fest.

Das Interesse am Hurlacher Schlossfest ist ungebrochen: Über 1370 Besucher zählte das im Schlosshof postierte Begrüßungsteam in diesem Jahr. Die großen und kleinen Gäste wurden von Mitarbeitern des Schulungszentrums in farbenfrohen historischen Kostümen begrüßt.

Vom Schlossgarten aus konnte man bei Kaffee und Kuchen das Markttreiben und das abwechslungsreiche musikalische Unterhaltungsprogramm verfolgen: Nach der "Schlossband" spielte die Hurlacher Blaskapelle; es gab lateinamerikanische Klänge und eine ganze Reihe von Auftritten junger Musiker, die zur internationalen Mitarbeiterschaft des gastgebenden Schulungszentrums gehören. Auch der Hurlacher Kindergarten war mit zwei Liedern vertreten. Der letzte Programmblock umfasste irische Geigenmusik und Improvisationen.

"Das angenehm warme Spätsommerwetter hat sehr zu der gemütlichen und entspannten Stimmung in unserem Schlossgarten beigetragen - und sicherlich auch zu der erfreulich hohen Besucherzahl," meinte Sokol Hoxha, einer der leitenden Mitarbeiter des ökumenischen Missionswerks Jugend mit einer Mission (JMEM), das seit 43 Jahren Eigentümer des Hurlacher Schlosses ist. "Das Interesse an unseren Programmpunkten, die von Livemusik über Turmbesteigungen bis zu historischen Beiträgen reichten, freut uns natürlich sehr. Der Denkmalstag ist ja zum einen eine gute Gelegenheit, das Gebäude einmal von innen zu betrachten und manches über seine Geschichte zu erfahren. Zum anderen wird aus dem Schloss mit seinen Nebengebäuden und dem Schlossgarten ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Feierns. In den vergangenen Jahren war unser Schlossfest immer wieder ein geeigneter Anlass, zusammenzukommen, von einander zu hören und die Geschichte von Hurlach näher zu betrachten."

Für die rustikal dekorierten Marktstände des bunten Schlossmarkts bildete das Schloss eine schöne Kulisse. Neben Selbstgenähtem, Getöpfertem, Gefilztem, Gestricktem gab es dort auch Blumengestecke und Puppenkleider. Einen äthiopischen und einen mexikanischen Stand konnte man dort ebenfalls finden. Auch in den kulinarischen Angeboten war die internationale Herkunft der JMEM-Mitarbeiter erkennbar: Dieses Jahr gab es indische und äthiopische Speisen.

Das Schlossfest hat sich über die Jahre auch zum Geheimtipp für Familien entwickelt; so kamen auch in diesem Jahr die kleinen Gäste wieder voll auf ihre Kosten. Sie drehten eine Runde auf dem Pony oder hoch zu Kamel, staunten über die kreativen Luftballon-Gestaltungsideen des "Ballonmannes", tobten ausgelassen in der Hüpfburg und ließen sich beim Kinderschminken in Löwen und Prinzessinnen verwandeln.

Bei den insgesamt 10 Schlossführungen konnte man sich über die historischen Zusammenhänge informieren und Anekdoten aus früheren Jahrhunderten hören: Mehr als 230 Besucher, die diese Gelegenheit nutzten, erfuhren etwas über die wechselnden Besitzer und über die heutige Nutzung durch ein international tätiges Missionswerk.

Die diesjährige Lesung befasste sich mit dem Thema "Adel und Handwerk im 18. Jahrhundert", das sich an den Vorgaben des diesjährigen Denkmaltages orientierte. Die betreffenden Passagen aus dem Tagebuch des Schlossbesitzers Sebastian von Pemler (1718-1772) wurden von einem Team gelesen und durch Anmerkungen zu den Lebensgewohnheiten des Landadels in Pemlers Zeit ergänzt. Eine kleine Ausstellung, die v. a. historische Fotos des Schlosses zeigte, rundete das Angebot für historisch interessierte Besucher ab.



Info-Links:
http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/by/168/8172/
http://www.myheimat.de/hurlach/kultur/die-hurlacher-schlossfeste-am-tag-des-offenen-denkmals-bisherige-myheimat-artikel-d2542843.html
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