Pastor Rosendorf und die Kochkünste seiner Frau Luise

Luise Rosendorf, Vorwort zum Kochbuch Davidis
Am 13. Juni 1871 wurde der bisherige Groß Lafferder Pastor Karl Friedrich Probst als Superintendent nach Groß Solschen versetzt. Probst war ein umtriebiger, allseits beliebter, hervorragender Seelsorger, der die Messlatte für seine Nachfolger sehr hoch gehängt hatte.
Bis zum Dienstantritt eines neuen Ortsgeistlichen führte Pastor Stallmann aus Oberg das Vikariat.
Dann wurde Daniel Michael Ezechiel Rosendorf, geboren im Jahre 1815 in Hameln als Sohn eines Stadtsekretärs, zum neuen Pastor gewählt. Seit 1855 war er Inhaber der Pfarrstelle in Lauenförde.
Am 15. Oktober 1871 wurde Pastor Rosendorf in sein neues Amt eingeführt. Er konnte die Früchte ernten, die sein Vorgänger gesät hatte.
Rosendorf starb am 17. August 1886 in Groß Lafferde. Seine Frau Luise erhielt von der Kirchengemeinde 240,00 Mark Witwenentschädigung.
Von Luise Rosendorf wird berichtet, dass sie eine gute Küche führte. Sie gab auch ein Kochbuch heraus, das weite Verbreitung fand. Wegen ihres guten Essens soll sie zeitweise sogar Engländer in Pension gehabt haben.
Recherchen im Internet ergaben, dass sie das weltberühmte Kochbuch der Henriette Davidis (Titel: Praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche) nach deren Tod in der 25. bis 31. Auflage (1882 bis 1891) fortgeführt hat.
Eine Ausgabe des Buches ist zu finden unter dem Titel: Praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche, mit besonderer Berücksichtigung der Anfängerinnen von Henriette Davidis / Rosendorf, Luise (fortgeführt) (1882).
Unter dem Pseudonym Henriette Sander ist von ihr erschienen das Buch „Neues praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche (1884)
Ein anderer Titel lautet: Praktisches Kochbuch, Luise Rosendorf (1891).
Luise Rosendorf schrieb auch ein Buch „Ueber den Nützen des Liebig`schen Fleischextrakts und dessen Bedeutung für die Küche aller Stände“ (Luise Rosendorf 1905).
Die schöne Geschichte von Franz Burgdorff über den Pastor und das Ungeziefer ist anscheinend nicht ganz aus der Luft gegriffen (siehe myheimat: Onkel Franz, de Pastur un dat Ungezeifer).

(Quellen: Richard Wolf, Aus der Geschichte der Kirche zu Groß Lafferde, Abschrift von einer Ausarbeitung des Pastors Ludwig Scharfe; Wilhelm Baumgarten, 1150 Jahre Groß Lafferde, Von Loferdi bis Groß Lafferde).
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