Ein Herz für Fledermäuse

Königsbrunn: Fritz-Felsenstein-Haus | Sie leben in Kolonien und heißen Graue Langohren, Zwerg- oder Rauhautfledermaus. In Gruselfilmen dienen sie oft als Kulisse für besonders gespenstische Szenen, werden gar als blutsaugende Vampire dargestellt. Dabei sind Fledermäuse extrem scheu und führen ein Leben im Verborgenen. „Man weiß so wenig über Fledermäuse, weil sie Nachtschwärmer und kaum zu sehen sind. Das sind aber ganz faszinierende, liebenswerte Tiere“, weiß Sonja Merdassi, Schülerin an der Fritz-Felsenstein-Schule.

Klimateenies wollen einheimische Arten schützen
Sie gehört zu den Klimateenies, einer Schülergruppe, die sich mit den Lehrern Dr. Renate Menges und Robert Henseler seit Jahren intensiv Themen rund um den Klima- und Naturschutz widmet. Durch Aufklärung und konkrete Maßnahmen wollen sie den heimischen Fledermäusen in Königsbrunn helfen, Fuß zu fassen. In Zusammenarbeit mit der Umweltstation Augsburg und dessen Förderverein NANU e.V. entstand nun der Flyer „Unsere Fledermäuse in Königsbrunn“, den die Klimateenies liebevoll selbst gestaltet haben. Neben Infos zur Lebensweise der Tiere, erfährt der Leser auch, dass in der St.-Johanniskirche in Königsbrunn Graue Langohrfledermäuse nisten. Der Flyer ist das zweite gemeinsame Projekt der Umweltstation Augsburg mit den Klimateenies; er wurde nun im Rahmen einer kleinen Feier in der Fritz-Felsenstein-Schule vorgestellt. Mit dabei waren auch die 3. Bürgermeisterin der Stadt Königsbrunn Barbara Jaser sowie Klaus Förster von der Stadtverwaltung. „Naturschutz lernt man am besten ganz praktisch in jungen Jahren, das prägt für das ganze Leben“, so die Bürgermeisterin.

Fledermauskasten selbst gebaut
Das neue Informationsblatt wollen die Klimateenies an alle Schulen der Stadt verteilen, damit möglichst viele Schüler und interessierte Königsbrunner mehr über die streng geschützten, einheimischen Fledermäuse erfahren. Wenn die Tiere ab März wieder aus dem Winterschlaf erwachen, werden sie sicher auch den selbst gebauten Fledermauskasten beziehen, den die Klimateenies unter der Anleitung ihres Werklehrers Robert Henseler gebaut und in luftiger Höhe an der Außenwand einer Scheune angebracht haben. Die besten Bedingungen haben Fledermäuse nämlich dort, wo sie von Menschen nicht gestört werden.
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