Köln/Freie Wähler: Großräumige Beruhigung der Innenstadt ist bürgerfern. „Todesstoß für die Veedelskultur“.

Köln: Rathaus | Die schwarz-grünen Pläne zur kompletten Ausweitung der Fußgängerzone stoßen bei den Kölner FREIEN WÄHLERN auf deutliche Kritik. Vor allem der Wegfall von mehr als 100 Parkplätzen entlang der Straßen wird kritisiert:

"Wir unterstützen eine Verkehrsplanung, die Rad und Fußgänger mit in Betracht zieht; wir verweigern aber unsere Zustimmung, wenn durch Hinterzimmerpolitik eine ganze Innenstadt schleichend verkehrsberuhigt werden soll. Da wackelt der Schwanz mit dem Hund. Die Mehrheit denkt anders, so Walter Wortmann, MdR FWK. Für ihn und seinen Kollegen in der BV-Rodenkirchen Torsten Ilg, hätte dies auch negative Auswirkungen auf die zukünftige Bevölkerungsstruktur der Altstadt. So fürchtet Ilg die komplette Entmietung der oberen Etagen wie auf der Hohe Straße, weil dort kaum ein Mensch mehr leben werde der auf das eigene Auto angewiesen sei, oder die hohen Mieten nicht mehr tragen könne: „Zum Wohnkomfort gehören nämlich auch Stellplätze, z.B. für Elektro-Autos. CDU und Grüne geben der gewachsenen Veedelskultur in der Altstadt endgültig den Todesstoß und setzen auf Partymeile und Tourismus pur“.

Torsten Ilg ist ein entschiedener Befürworter einer Verkehrspolitik, die von der CDU seit ihrem Bündnis mit den GRÜNEN inzwischen aufgegeben wurde: „Zukunft hat nur das partnerschaftliche Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Grüne und CDU setzen stattdessen einseitig auf die autofreie Innenstadt und werden diesen Kurs auch auf die Stadtbezirke ausweiten. So wurde in Rodenkirchen gegen das Votum der FREIEN WÄHLER, mehrheitlich die Umsetzung eines Radverkehrskonzepts beschlossen, welches den absoluten Vorrang für Radfahrer, auch auf den Hauptverkehrswegen vorsieht. Angesichts der törichten Rückbaupläne für die Bonner Straße, werden wir im Kölner Süden den totalen Verkehrskollaps durch Ausweichverkehr in die Seitenstraßen erleben“.
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