Köln-Rodenkirchen: Freier Wähler fordert Arbeit für Flüchtlinge.

Köln: Andy |

Köln / Rodenkirchen) Torsten Ilg von den FREIEN WÄHLERN in Rodenkirchen hatte bereits im Dezember die Verwaltung angefragt, ob in Köln derzeit kommunale Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Flüchtlinge nach dem Modell „Bürgerarbeit“ im öffentlichen Sektor geplant seien. Jetzt hat die Verwaltung reagiert und in ihrer Antwort eingeräumt, dass aufgrund der schlechten Haushaltslage bislang keine Mittel hierfür eingeplant worden seien. Für Torsten Ilg ist dies ein Beleg dafür, dass die Flüchtlingssituation in Köln völlig unterschätzt wurde.

„Wir haben seit mehr als 2 Jahren diese hohen Flüchtlingszahlen. Ohne Beschäftigung kommt es zu Integrationsproblemen und zu weiteren Kosten für die Stadt“. Freie Träger wie z.B. die „Kölner Freiwilligen Agentur“ sind da bereits einen Schritt weiter. Dort werden Flüchtlinge in ehrenamtliche Projekte konkret vermittelt. „Die Stadt Köln könnte eine Menge Geld sparen, wenn sie das Potential der Flüchtlinge nutzen würde. Ich bin mir sicher, dass viele Flüchtlinge gerne etwas von der Hilfsbereitschaft der Kölnerinnen und Kölner zurückgeben würden, stattdessen werden sie aufgrund bürokratischer Hürden zur Tatenlosigkeit gezwungen“ so Ilg, der es auch befürworten würde, wenn Asylbewerber in der jeweiligen Kommune in der sie aufgenommen werden, ein soziales Jahr ableisten müssten.

Natürlich sind nicht alle Flüchtlinge auf dem regulären Kölner Arbeitsmarkt integrierbar, das sieht auch Torsten Ilg so. Neben Angeboten zur Aus- und Weiterbildung müsse Köln aber auch klare und unmissverständliche Anreize setzen: „So sollte die Stadt, bzw. die Bezirksregierung die Auszahlung des sogenannten Taschengeldes verbindlich an die Ableistung von Arbeit knüpfen“, konkretisiert Ilg seine Forderung. Arbeit sei genug da, auch bei der Stadtreinigung und im Ordnungsdienst. Nicht immer sei da ein Abitur notwendig. „Wenn man es richtig angeht, profitieren alle davon. Im vergangenen Jahr sind sehr viele junge Flüchtlinge nach Köln gekommen die arbeiten wollen und auch können. Auch Asylbewerbern ist das Recht auf Arbeit zu gewähren, da es der Ghettoisierung vorbeugt, Kosten vermeidet und eine schnellere Integration befördert“, so der Kommunalpolitiker in einer aktuellen Pressemitteilung.
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