Köln: Freier Wähler fordert Flüchtlingsheim für Frauen und Homosexuelle statt Trennung der Geschlechter.

(Köln-Rodenkirchen) Der Bezirksvertreter der Freien Wähler Torsten Ilg fordert die Verwaltung auf zu prüfen, ob u.a. im ehemaligen „Bonotel“ auf der Bonner Straße eine gemeinsame „integrative Flüchtlingsunterkunft“ für traumatisierte Männer, Frauen, Mütter und Homosexuelle realisiert werden kann. Dabei bezieht er sich auf einen Ratsbeschluss vom 10.9.2015, der eine ähnliche Prüfung bereits vorsieht, allerdings für jede betroffene Gruppe in gesonderter Form.

Für Ilg ist dieser Ansatz der falsche Weg: „Die meisten Flüchtlinge sind Moslems. Eine pauschale Trennung nach dem Geschlecht würde zwar kurzfristig das Konfliktpotential reduzieren, es würde aber der notwendigen Integration vieler Muslime eher schaden, denn auch der Islam verbietet das freie Zusammenleben von Frauen und Männern. Denken wir zum Beispiel an Forderung von Islamverbänden nach Geschlechter-trennung beim Schwimmunterricht. Stattdessen muss allen neu ankommenden Menschen klargemacht werden, dass Diskriminierung aus religiösen und anderen Gründen in Deutschland nicht geduldet wird.“

Fakt ist, dass es in Massenunterkünften zu Anfeindungen, Gewalt und sexuellen Übergriffen kommt und zwar nicht nur gegen Frauen, sondern auch gegen homo-, und/oder transsexuelle Menschen. In Hamburg (Lokstedt) hat man sich für einen Weg entschieden, der schutzbedürftige Frauen, Homosexuelle und Transsexuelle bewusst als gut kompatible Gruppe zusammenfasst. Dadurch fordert man auch von den Flüchtlingen Toleranz gegenüber Menschen mit einer nicht heterosexuellen Identität.

Für Ilg ist diese Form der Unterbringung vorbildlicher als die Schaffung reiner „LGBTT-Flüchtlingsheime“, wie sie in Nürnberg oder Berlin existieren: „Einrichtungen die den Problemen dadurch aus dem Wege gehen, indem sie pauschal nach Geschlecht, Sexualität oder Glauben trennen, zementieren Vorbehalte und überkommene Denkstrukturen.“

Bürgerreporter:in:

Ricky Schmidberger aus Köln

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