Freie Wähler Köln-Lindenthal diskutieren über Frischezentrum Marsdorf.

Köln: Rodenkirchen |

(Köln-Lindenthal) Freie Wähler fordern Planungssicherheit für die Händler in Raderberg und kritisieren das „Chaos“ der rot-grünen Ratsmehrheit. Auch das Konzept eines privaten „Naschmarkts“ in der Kölner Südstadt wäre eine mögliche Alternative.

Auf einer öffentlichen Veranstaltung der Freien in Lindenthal erläuterten Michael Rieke und Fermin Montaner von der Interessengemeinschaft Großmarkt aktuelle Ideen zum Frischezentrum Marsdorf, nachdem die CDU und wohl auch die SPD diesen Standort ablehnen. Kritisch äußerten sich die Anwesenden auch über den Vorschlag des SPD-Oberbürgermeister-Kandidaten Jochen Ott, der unlängst den Großmarkt nach Wesseling statt nach Marsdorf verlegen wollte: „Das lehnen die doch in unserer Nachbarstadt bekanntlich ab“, ergänzt Roland Held, Sprecher der Freien Wähler in Lindenthal. - Für die IG Großmarkt ist diese Entwicklung äußerst unbefriedigend. Die Mietverträge auf dem Markthallengelände in Raderberg sind für 2020 von der Stadt gekündigt. Michael Rieke sagte: "Wir sehen nicht, wie bis zu diesem Zeitpunkt ein Frischezentrum an einem anderen Standort eingerichtet werden kann. Deshalb benötigen wir zuerst eine Verlängerung der Mietverträge über 2020 hinaus. Bis dahin muss ein neuer Standort gefunden werden - es sei denn, wir können den derzeitigen Standort im Rahmen der Planungen für die Parkstadt Süd behalten". Für den Rodenkirchener Bezirksvertreter der Freien Wähler Torsten Ilg, wäre der Verbleib eines modernen Frischezentrums mit angeschlossenem „Naschmarkt“ in Raderberg eine Alternative: „Ein privatwirtschaftlich getragenes Konzept würde die Südstadt und das Projekt Parkstadt-Süd erheblich aufwerten. Allerdings nur, wenn die Entscheidung zur irrsinnigen Verengung der Bonner Straße noch gekippt wird.“ Andreas Henseler, Ratsmitglied der Freien Wähler, erklärte: '"Wieder einmal hat die rotgrüne Ratsmehrheit sich in ein Dilemma manövriert. An einem Standort kündigt sie die Verträge, am anderen hat sie keine Akzeptanz in der Bevölkerung und zaubert dann einen dritten Standort wie ein Kaninchen aus dem Hut". Die Freien Wähler auf Stadtebene werden sich vor diesem Hintergrund für eine Verlängerung der Mietverträge einsetzen, damit die Marktunternehmen Planungssicherheit erhalten. (RKJ)
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