Geschichtliches aus Döhren-Wülfel: Alte Bauernhäuser in Döhren

Ehemaliges Bauernhaus an der Wiehbergstraße.
Hannover: Döhren | Alte Bauernhäuser sind ein Stück Heimat. Deshalb kam Anfang der 80iger Jahre Jahren im Bezirksrat auch die –letztendlich erfolglose -Forderung auf, das historische Haus in Wülfel an der Piperstraße unter Denkmalschutz zu stellen. Für Döhren kommen allerdings solche Maßnahmen weitgehend zu spät. Vom Hausbestand des alten Dorfes, das sich entlang der Straßen Abelmann-, Brück-, Am Lindenhofe, Landwehr- und Wiehbergstraße erstreckte ist nur noch ein einziges Gebäude erhalten geblieben. Zwei andere Bauernhäuser fielen erst Ende der 70iger Jahre der Spitzhacke zum Opfer, ohne daß sich ein Politiker um ihre Rettung bemühte.

Bis zum Mai 1976 hatten Spaziergänger aus der Leineaue einen romantischen Blick auf Döhren von der Leinebrücke aus. Der Fluß mit dem roten „Krackehaus“ und dem Petri-Kirchturm im Hintergrund bot noch ein richtiges dörfliches Bild. Das Bauernhaus war das Wohngebäude der krackeschen Kötnerstelle und sogar mit Brauereirechten verbunden. Denn 1833 kaufte ein gewisser Friedrich Kracke eine Brauerei. Nach einem Brand wurde 1861 das „Rote Haus“ mit Backsteinen der Ziegelei Willmer errichtet. Später befand sich am Haus ein Bootsverleih. Sonntagsausflügler, die mit der Straßenbahnlinie 18 bis zur Endstation Brückstraße fuhren, konnten sich so auf der Leine amüsieren. 1976 wurde das Bauernhaus abgerissen, daneben (!) dann eine Trafostation erbaut. Hätte man nicht die moderne Technik in der alten Hülle integrieren können?

Zwei Jahre später - im Juli 1978 - verschwand auch das Haus an der Wiehbergstraße/ Ecke Am Lindenhofe (früher Kirchstraße). Es handelte sich um den zweistöckig abgezimmerten Wohnteil eines früher großen Vierständerhauses mit verkürztem und umgebauten Wohnteil. Nach dem Abbruch wird die leere Fläche als Parkplatz genutzt.

Heute ist Döhrens vermutlich ältestes Haus das Fachwerkgebäude an der Reichhelmstraße, von dem später noch gesondert die Rede sein soll. An der Hildesheimer Straße 230 ist daneben der Rest einer alten Hofanlage den Nachgeborenen geblieben. Heute läßt es sich dort nobel speisen. Ursprünglich war das bekannte Restaurant ein Stall, der 1885 auf einen abseits vom Dorf gelegenen Hof erbaut wurde. Nach der Jahrhundertwende erweiterte man ihn durch Anbauten in Fachwerk und machte daraus eine Gastwirtschaft.
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