Betrügerischer Hackerangriff auf hannoverschen SPD-Politiker

Opfer eines Hackerangriffs: Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Döhren-Wülfel warnt davor, auf angebliche Hilferufe per eMail zu reagieren.
Hannover: Döhren | Die Mail klang alarmierend. Ein Hilferuf. „Ich bin nach Südzypern verreist und habe meine Tasche verloren samt Reispass und kreditkarte. Die botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen. Ich muss nur noch für mein ticket und die hotelrechnungen zahlen. Leider habe ich kein Geld dabei“, lautete der Text in einer eher ungewöhnlichen Mischung von Groß- und Kleinschreibung, verbunden mit der Bitte, schnellstmöglich leihweise 1.500 Euro via Western Union Bank zu schicken. Der angebliche Absender: Ein bekannter hannoverscher SPD-Politiker; die Adressaten: die in seinem Adressbuch gespeicherten Mailanschriften von politischen Freunden.

Erst ein Schreck, doch dann setzte bei den Lesern Nachdenken ein. Zwar stimmte die angegebene Absender-Mail-Adresse, auch die Postanschrift traf zu. Der Schreibstil war aber ungewohnt, die persönliche Anrede fehlte und es schien sich um eine weit gestreute Nachricht zu handeln. Der Griff zum Telefon brachte Aufklärung. Der vermeintlich hilflos in Zypern gestrandete war tatsächlich wohlbehalten zu Haus in Hannover, der Hilferuf übers Internet ein Werk von Betrügern. Hacker hatten sich Zugang zum eMail-Konto des Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Döhren-Wülfel, Angelo Alter (30), verschafft und dann die kriminellen Nachrichten versandt. „Hoffentlich hat niemand etwas überwiesen“, sagt der Döhrener SPD-Vorsitzende gegenüber BILD Hannover, die jetzt über den gestrigen Hackerangriff berichtete. Nach dem Zeitungsartikel soll diese Betrugsmasche zurzeit häufiger auftreten. Der Ratschlag: kein Geld geben, lieber zum Telefon greifen und nachfragen.
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