Hannover-Marathon 2016: Als Helfer an der Strecke

In aller Frühe, vor dem Start, am Einsatzpunkt
 
Morgens um Sieben, vor der Veranstaltung ... Idylle am Maschsee
Im Jahr 1991 fand in Hannover der erste Marathon statt, damals ein außergewöhnliches Ereignis, allein schon wegen der Aufbruchsstimmung zur Premiere. Dieser erste Hannover-Marathon war auch mein erster gelaufener Marathon, an den Start gegangen für den JC Sakura e. V., danach folgten weitere über die 42,2-km-Distanz, sowie zahlreiche Halbmarathons und 10-km-Läufe in der Landeshauptstadt und andernorts, auch im Ausland. New York, Boston, London, Dublin, Lissabon, Paris, Wien, Kopenhagen und Cardiff zählten zu den Lauferfahrungen. Um von den dort gemachten positiven Erfahrungen und Eindrücken den Marathon-Gästen aus Nah und Fern in meiner Heimatstadt etwas zurückzugeben, hatte ich mich vor einigen Jahren entschlossen, hier als freiwilliger Helfer (Volunteer) tätig zu werden, so auch in diesem Jahr. Im Vorfeld wurde ein 1.-Hilfe-Kurs angeboten, den ich zur Auffrischung der Kenntnis, wie im Vorjahr, angenommen hatte.

Etwas schattig war es am 10. April 2016 gegen 7 Uhr in der Frühe bei der Abholung der Unterlagen, zu denen ein Lunchpaket, das Helfer-T-Shirt und der ‚Offiziellen-Ausweis‘ zählten. Aber es sollte noch ein sonniger Tag werden. Die landschaftlich ansprechende Station vor dem NDR-Funkhaus (Ampelanlage) am Maschsee war mir zugewiesen worden, zusammen mit einem Helfer einer freiwilligen Feuerwehr.

Der gesamte Einsatz dauerte bis in den frühen Nachmittag. In dieser Zeit passierten die Teilnehmer der unterschiedlichen Disziplinen (Handbiker, Inline-Skater, Marathonis, Halb-Marathonis, 10-km, Walking und Nordic-Walking) gemäß den jeweiligen Startzeiten den Einsatzpunkt, der ca. 3 km vom Start entfernt lag. An diesem frühen Verlauf des Rennens waren die meisten von ihnen ziemlich frisch und in Aufbruchsstimmung.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer zeigten sich gut informiert. Das Publikum fand sich am Streckenrand immer dann in größerer Anzahl ein, wenn wieder eine der Teilnehmergruppen zu erwarten war, und machte sich lautstark unterstützend bemerkbar. Wobei es mitunter nicht so ganz einfach war, in den hier noch dicht gedrängten Pulks das eine oder andere ‚bekannte Gesicht‘ herauszufinden und anzufeuern. Unkontrollierte Überquerungen der Laufstrecke durch Besucher gab es nicht zu vermelden, es lief alles kontrolliert und diszipliniert ab.

Die Sonne entwickelte sich, wie angedeutet, im Tagesverlauf immer mehr, und um die Mittagszeit zeigte sich der Frühling von der besten Seite. Gegen 14:30 Uhr erfolgte dann von der Polizei die offizielle Beendigung des Einsatzes. Ein ‚langer Tag‘, aber Spaß hat’s gemacht.

Über 21.000 Starterinnen und Starter bescherten den Veranstaltern eine Rekordbeteiligung für Hannover. Um die 200.000 Zuschauerinnen und Zuschauer säumten nach Pressemeldungen die Laufstrecke. Gelobt wurden die gute Organisation (daran kann ich mich als freiwilliger Helfer nur anschließen), die Begeisterung und Unterstützung durch das Publikum und die flache, schnelle Strecke. Die Siegerplätze in der ‚Königsdisziplin‘ Marathon gingen bei den Männern und Frauen an Teilnehmer aus Südafrika bzw. Kenia, wobei die zweitschnellste Frau aus Deutschland kam. Gewonnen hatten letztlich Alle, die die jeweilige Strecke absolvierten, vielleicht sogar eine persönliche Bestzeit erreichen konnten, oder sich als Erlebnisläufer einfach nur mit Spaß an der Sache an der tollen Stimmung auf und entlang der Strecke erfreuten.

Nicht zu vergessen sind die über 2.000 Volunteers, die freiwilligen Helferinnen und Helfer, am Streckenrand, bei der Startnummern-Ausgabe, im Ziel bei der Medaillenvergabe, bei der Entgegennahme und Aushändigung der Kleiderbeutel, ohne deren Mitwirkung die Durchführung einer solchen Großveranstaltung sicher nicht möglich gewesen wäre.
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