Ein 42 Tonnen schwerer „Schwede“ reiste vor 200.000 Jahren nach Mittelfeld

Naturdenkmal: Findling auf dem Messegelände.
Hannover: Mittelfeld | Er ist 3,8 Meter lang, wiegt runde 42 Tonnen und kann ein stolzes Volumen von 17 Kubikmetern vorweisen. Die Rede ist von dem Findling, der heute auf dem Messegelände gegenüber der Halle 15 ruht. Bis zum Jahr 1976 hielt sich das Monstrum unter der Erde versteckt. Doch beim Bau der Messehalle 13 wurde er frei gelegt und am 24. September 1976 an den jetzigen Standort versetzt.

Der mächtige Findling stammt aus Südschweden. Das Gestein bildete sich dort bei der Entstehung des sogenannten „Baltischen Schildes“. Während der Eiszeit vor 200.000 Jahren reiste der Stein nach Hannover. Gletscher der Saale-Kaltzeit transportierten den Schweden an seinen Fundort auf der Hannover-Messe. 1983 erklärte die Stadt den Felsbrocken zum Naturdenkmal. Begründung: Der Stein aus Växjo-Granit ist einer der größten Findlinge am Südrand des ehemaligen Vergletscherungsgebietes.

Doch der Koloss vom Messegelände ist nicht der einzige Gruß aus der Eiszeit im Stadtbezirk Döhren-Wülfel. Bei Bauarbeiten in der Wiehbergstraße in Döhren kam ein weiterer Felsbrocken ans Tageslicht. Gletscher hatten auch diesen Findling aus Skandinavien in den Süden Hannovers transportiert. Im September 2006 wurde der Bote aus der Eiszeit in den Wiehbergpark gebracht. Ein kleines Schildchen gibt Auskunft über die Sponsoren, die dafür sorgten, dass Spaziergänger hier den Stein nun bewundern können. Soweit feststellbar, wurde dieser Findling aber bislang nicht als Naturdenkmal eingestuft.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 05.05.2014 | 21:01  
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