Ausbildungsbereitschaft der schwäbischen Firmen weiterhin hoch

Tendenz zu späten Ausbildungsabschlüssen. Bewerben lohnt sich jetzt noch

Kurz vor dem Ausbildungsstart zum 1. September verzeichnet die IHK Schwaben eine weiterhin hohe Ausbildungsbereitschaft der schwäbischen Betriebe. Allerdings kam es im Vergleich zum Vorjahr zu etwas weniger Ausbildungsabschlüssen, da die Nachfrage von Jugendlichen nachgelassen hat. Ende August sind bei der IHK Schwaben knapp 8000 neue Ausbildungsverträge eingetragen, im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt sind das rund 100 weniger (-1,4%). Die jungen Menschen starten ihre duale Ausbildung bei einem der 5200 Ausbildungsbetriebe in Schwaben.
„Für Jugendliche bietet der Ausbildungsmarkt weiterhin hervorragende Chancen, da durch viele Branchen und Regionen hinweg Azubis gesucht werden“, erklärt Josefine Steiger vom IHK-Geschäftsfeld Ausbildung und Prüfung. Vermehrt sei eine Tendenz zu späteren Ausbildungsabschlüssen bemerkbar, da die Suche nach dem passenden Auszubildenden aus Sicht der Unternehmen zunehmend schwieriger werde. „Mit dem Trend zur Akademisierung entscheiden sich Schulabgänger immer öfter für ein klassisches Hochschulstudium. Das ist paradox, da gerade schwäbische Betriebe ausgezeichnete Chancen für einen Einstieg und eine Weiterentwicklung über die duale Ausbildung bieten. Hier gibt es einen hohen Bedarf“, sagt Steiger.

In der Lehrstellenbörse www.ihk-lehrstellenboerse.de sind derzeit noch rund 100 freie Ausbildungsplätze in Schwaben gemeldet. Dabei sieht die Aufteilung nach Regionen wie folgt aus:
Wirtschaftsraum Augsburg: 27
Nord- und Westschwaben: 20
Allgäu und Lindau: 55

Einstellungen von Azubis auch jetzt noch möglich
Trotz Beginn des Ausbildungsjahres können Betriebe auch jetzt und in den nächsten Monaten Azubis einstellen, betont Steiger. „Den interessierten Jugendlichen können wir nur raten: Bewerbt euch jetzt, es ist noch nicht zu spät!“ Überhaupt sei der Ausbildungsmarkt gerade zurzeit noch stark in Bewegung. „In diesen Wochen werden noch viele Verträge abgeschlossen oder aber Jugendliche entscheiden sich in letzter Minute doch noch für einen anderen Betrieb. Daher wird noch bis Dezember eingestellt“, erklärt die Ausbildungsexpertin.

IHK stärkt Verhältnis zwischen Schülern und der Wirtschaft
Allgemein sei festzustellen, sagt Steiger, dass Unternehmen in bestimmten Berufen immer schwerer an passende Auszubildende kommen und der Fachkräftemangel stärker spürbar wird. Die IHK Schwaben reagiert darauf auf mehreren Ebenen: „Als IHK Schwaben unterstützen wir unsere Unternehmen verstärkt bei der Erschließung von neuen Zielgruppen“, erklärt die IHK-Expertin. So berate die IHK Menschen mit ausländischem Berufsabschlüssen, damit sie auch in Deutschland in ihren angelernten Berufen arbeiten können. Zudem gebe es mit der Teilzeitausbildung eigene Angebote für Mütter und Leistungssportler. Auch Unternehmen, die lernschwachen Jugendlichen eine Chance auf eine duale Ausbildung geben wollen, greife die IHK gemeinsam mit anderen Partnern unter die Arme. Zum anderen arbeitet die IHK Schwaben auf verschiedenen Wegen daran, den Kontakt zwischen Schülern und Unternehmen frühzeitig herzustellen. Das passiert beispielsweise über Tage der offenen Ausbildungsstätten, Bildungsmessen und Schulpartnerschaften. „Außerdem sprechen wir die Jugendlichen gezielt über soziale Medien an“, erklärt Josefine Steiger. So klärt die IHK potentielle Azubis über ihren Facebook-Kanal über Ausbildungsberufe auf und nutzt auch sonst verstärkt digitale Möglichkeiten.

Mehr Informationen für Schüler unter:
www.lehre-macht-karriere.de
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