Stadt Günzburg unterstützt Partnerstadt bei Restaurierungsprojekt Kuschel-Steinplastik in Sternberk ist wiederhergestellt

Das restaurierte Bildwerk des Bildhauers Ferdinand Kuschel in Šternberk. (Foto: Manfred Proksch)
 
Šternberks Bürgermeister Stanislav Orság, der 2. Bürgermeister Michal Oborný und der Günzburger Stadtrat Manfred Proksch (Foto: Manfred Proksch)
Günzburgs Partnerstadt Šternberk im tschechischen Mähren ist um ein Kunstwerk reicher. Die stark beschädigte Steinplastik des Sternberker Bildhauers Ferdinand Kuschel konnte durch die finanzielle Beteiligung Sternberks sowie des Freistaats vollständig restauriert werden. Vor wenigen Tagen wurde der Abschluss dieses grenzübergreifenden Projekts in Sternberk gefeiert. Der Günzburger Stadtrat Manfred Proksch, gleichzeitig der Vorsitzende des Günzburger Partnerschaftskomitees Günzburg-Šternberk, war hierzu in Vertretung von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig nach Šternberk gereist.
Willi Zlamal, der Šternberker Vorsitzende des dortigen Vereins zur Vertiefung der tschechisch- deutschen Beziehungen hatte sich im vergangenen Jahr zum Ziel gesetzt, das stark in Mitleidenschaft gezogene Steinkunstwerk am Aufgang zur Kirche Maria Verkündigung restaurieren zu lassen, um sie in Erinnerung an den in Sternberg geborenen Maler und Bildhauer Ferdinand Kuschel zu erhalten. Die Steinplastik stellt eine trauernde Mutter dar und war in früheren Jahren in Sternberg das Mahnmal für die im 1.Weltkrieg gefallenen Väter und Söhne der Stadt. Ferdinand Kuschel musste nach dem Krieg wie viele Sternberger Bürger die vertraute Heimat verlassen und zog nach Kempten, wo er 1966 verstarb.
Da dieses Restaurierungsprojekt einen größeren finanziellen Aufwand erforderte, der von der Stadt Šternberk allein nicht getragen werden konnte, wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und mit Hilfe von Spendern aus Deutschland der notwendige Geldbetrag aufgebracht. Vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds wurde dabei die Hälfte der Kosten übernommen, die andere Hälfte teilten sich Šternberk sowie die Stadt Günzburg und der Heimatverein Kempten.
Nach einer Rede des Sternberger Bürgermeisters Stanislav Orság, in dem dieser seinen Dank an alle beteiligten Unterstützer zum Ausdruck brachte, erläuterte der Initiator Willi Zlamal die Restaurierungsarbeiten. Zusammen mit Alfred Schloßnikel, dem Neffen von Ferdinand Kuschel, nahm Zlamal die offizielle Enthüllung und Übergabe des restaurierten Mahnmals vor. Dr. Dieter Weber vom Stadtarchiv in Kempten, der 2011 eine umfangreiche Biographie von Ferdinand Kuschel veröffentlicht hatte, stellte den Künstler Kuschel und seine Arbeiten als Maler und Bildhauer vor.
Stadtrat Manfred Proksch überbrachte die Grüße des Günzburger Oberbürgermeisters und des Partnerschaftskomitees. Er gab seiner Freude über das gelungene und gemeinschaftlich geschulterte Projekt zum Ausdruck und deutete es als Zeichen der partnerschaftlichen Verbundenheit der beiden Städte und des beidseitig entgegengebrachten Respekts der heute dort lebenden Menschen. Er hoffe, so Stadtrat Proksch, dass durch dieses Gemeinschaftswerk die Freundschaft der beiden Städte
gestärkt werde und zur Vertiefung und zum Verständnis der beiden Völker beitragen möge. Die musikalische Umrahmung der Enthüllungsfeier wurde von einer Bläsergruppe des Šternberker Orchesters gestaltet. Der Feier schloss sich in den Räumen des ehemaligen Klosters die Besichtigung einer Fotoschau vom Ablauf der Restaurierungsarbeiten und von der in 2013 stattgefundenen Vernissage der Kuschel-Ausstellung statt.
„Zudem wurde der geplante gegenseitige Besuch von Musikorchestern der beiden Städte im nächsten Jahr besprochen und lässt damit durchaus hoffe dass sich auch die gegenseitigen Vereinskontakte positiv entwickeln“, so Proksch.
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