Jahresrückblick bei der CSU Gersthofen

Gersthofens zweiter Bürgermeister und CSU Ortsvorsitzender Stefan Buck
 
Stefan Buck und Max Poppe, CSU Fraktionsvorsitzender

Konstante Mitgliederzahlen, ein vielfältiges Jahresprogramm und
interessante Einblicke ins politische Tagesgeschäft

Der CSU Ortsverband Gersthofen hielt am 20.04.2016 seine jährliche Mitgliederversammlung ab. Neben der Wahl der Delegierten für die Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl standen vor allem die Berichte aus der Vorstandschaft, der Fraktion und den Arbeitsgemeinschaften im Mittelpunkt.

CSU Ortsvorsitzender und zweiter Bürgermeister Stefan Buck konnte von konstanten Mitgliederzahlen und einem umfangreichen Jahresprogramm berichten. Besondere Erwähnung fand in seinem Bericht die hervorragende Zusammenarbeit des gesamten Ortsverbandes bei der Durchführung der 70-Jahr-Feierlichkeiten Anfang Januar 2016. Der gebotene Rahmen im Gersthofer Rathaus, die Aufbereitung alter Dokumente und Fotographien wie auch die Festreden unter anderem des Bayerischen Ministers der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Markus Söder wurden von den anwesenden Gästen sehr gelobt.

In seinem Bericht ging Buck darüber hinaus aber auch auf die aktuelle politische Arbeit ein. Wiederholt betonte er, Aufgaben der Vergangenheit nicht zu Lasten neuer Projekte in Vergessenheit geraten zu lassen. „Unsere Vorhaben müssen zwingen mit der Leistungsfähigkeit unserer Verwaltung korrespondieren. Das muss endlich verstanden werden. Alles andere führt zwangläufig zu Verschiebungen und macht eine seriöse Planung für die Zukunft unmöglich“. Kritisch geht er auch auf die Entwicklung der Haushaltssituation ein. „Wir entwickeln eine Finanzstruktur, die solide Planungen für konjunkturschwache Zeiten aufs Extremste belasten. Gersthofen muss auch künftig wirtschaftlich mit Verantwortung und Sachverstand geführt werden“ so Buck.

Im weiteren Verlauf der Versammlung gewährte CSU Fraktionsvorsitzender Max Poppe den Mitgliedern mit seinem Bericht tiefere Einblicke in die politische Arbeit im Stadtrat. Dabei äußerte er auch Kritik, als es um die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung sowie den anderen Fraktionen ging. Anhand aktueller Beispiele bemängelte er vor allem die fehlende Meinungsführerschaft und Innovationskraft im Rathaus sowie Mutlosigkeit in großen Teilen des Stadtrates. Poppe fordert von den Mandatsträgern, endlich auch bei schwierigeren Themen Farbe zu bekennen, sei es etwa bei der Entwicklung des Forums oder der Standortfrage bei den Bädern.

„Die CSU Fraktion ist an einer zukunftsfähigen Gesamtlösung für das Stadtzentrum interessiert, und hierauf wollen wir gemeinsam mit dem Investor hinarbeiten. Die Strasservilla hat für uns in der Abwägung nicht den nötigen historischen Wert, um einen gezwungenen städteplanerischen Kompromiss für die nächsten Jahrzehnte einzugehen“. Auch bei der Gestaltung des öffentlichen Raums fordert Poppe dazu auf, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Die CSU hatte sich bereits vor Jahren für ein modernes Shared Space Konzept in der Bahnhofstraße ausgesprochen, dies wurde von mehreren Fraktionen bis dato in Frage gestellt, obwohl Fachplaner ebenfalls immer wieder diesen Ansatz empfohlen hatten. „Als wir mit der Debatte vor Jahren begonnen haben mag das manchen noch überfordert haben. Heute muss man längst nicht mehr nach Duisburg oder Bohmte fahren, um sich von den Vorteilen eines solchen Verkehrskonzepts überzeugen zu können, es genügt ein Ausflug nach Landsberg oder Friedberg“.

Auch die Arbeitsweise bei den Planungen zum Bahnhof bemängelte Poppe. „Es ist beschämend, dass innerhalb des Rathauses Fachbereiche gegeneinander statt miteinander agieren“. Dies machte sich laut Poppe jüngst bemerkbar, als es um die Entscheidung über die Bushaltestellen am Bahnhof ging. „Hier blieben die Wünsche der eigenen Gersthofer Verkehrsgesellschaft vielfach unberücksichtigt und es war über viele Termine hinweg müßig, dies politisch einzufordern“.

Auch beim Ringen um Hallen- und Freibad vertritt die CSU eine klare Meinung. „Wir halten die Sportallee nach wie vor für den geeignetsten Bäderstandort und an dieser Auffassung hat sich nichts geändert“. Ärgerlich ist aus Sicht des Fraktionsvorsitzenden auch, dass ein Szenario auf der grünen Wiese immer noch künstlich am Leben gehalten wird, obwohl Prüfungen längst attestieren, dass es wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. „Hier tut sich mancher immer noch schwer, von Wahlkampfversprechen abzulassen“.

Altbürgermeister und CSU Mitglied Siegfried Deffner pflichtete in seinem Wortbeitrag beim Standort Sportallee bei. Und auch er vermisse visionäre Ansätze bei der Stadtentwicklung, hier wirken Bürgermeister Wörle und Stadtbaumeister Berger äußerst blass. Deffner forderte die CSU Stadträte auf, sich intensiv einzumischen und die Meinung nach außen zu transportieren.

Mehr unter: www.csu-gersthofen.de
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