Eine neue Turnhalle in Gelb und Rot: Die erste bauliche Maßnahme an der Mittelschule Gersthofen ist fertig

Rot und Gelb sind die dominierenden Farben der neuen Turnhalle der Mittelschule Gersthofen
 
Zuschauertribüne
Die neue Turnhalle der Mittelschule Gersthofen ist fertig. Nach knapp eineinhalbjähriger Bauzeit übergab Bürgermeister Michael Wörle im Rahmen der Einweihungsfeier den Schlüssel an die neue Hausherrin, die Mittelschulrektorin Sigrid Puschner. Viele Gäste, darunter der nahezu vollständige Stadtrat, Mitarbeiter des Architektenbüros Behnisch und Architekten sowie Ehrengäste, kamen, um sich das neue architektonische Juwel als einer der ersten anzusehen. Nachdem Behnisch Architekten 2012 den Architektenwettbewerb für sich entschied, begann der Bau der Dreifachturnhalle im September 2014. Der Bau kostete 9,1 Millionen Euro und liegt damit 400.000 Euro unter Plan. Mit der Fertigstellung ist die Arbeit für das Architekturbüro jedoch noch nicht beendet. Denn neben der Turnhalle wird auch die Mittelschule komplett neu gebaut, in der aktuell die Rohbauarbeiten im Keller ausgeführt werden. Wörle zeigte sich zuversichtlich, dass auch hier die veranschlagten Kosten von 23 Millionen Euro eigenhalten werden können. Die Fertigstellung ist für Herbst 2017 geplant.

1.250 Quadratmeter Fläche zum Austoben

Bürgermeister Wörle bezeichnete die neue Turnhalle „architektonisch und handwerklich als ein Meisterstück“, das Mittelschülern und Vereinssportlern gleichermaßen zugutekommt. Zugleich eigne sich die Halle bestens, um Sportveranstaltungen durchzuführen. Die Tribüne bietet Platz für Zuschauer und im Eingangsbereich gibt es aufgrund der Großzügigkeit Bewirtungsmöglichkeiten. Gleichzeitig soll die Halle auch als Versammlungsstätte genutzt werden. Maßnahmen für eine gute Akustik wurden beim Bau berücksichtigt. Thomas Weitzel von Behnisch Architekten und verantwortlicher Projektleiter führte durch die Halle und wies auf einige Besonderheiten hin: Die außergewöhnliche Raumhöhe von über neun Metern bietet für die Turnerinnen der Rhythmischen Sportgymnastik die besten Voraussetzungen für ihr Training. Im Untergeschoss befinden sich die Umkleiden für Schüler und Lehrer, darunter auch eine barrierefreie. Der Boden hier ist in einen Turnschuh- und einen Stiefelgang aufgeteilt. Als spielerisches Element sind auch in den Fluren die typischen Turnhallenbodenlinien zu sehen, die sich von der Turnhalle in die Gänge ziehen. Auffallend ist das Gelb-rote-Farbkonzept, das sich durch das ganze Gebäude zieht. Gelbe Hallenböden, rote Tribünensitze, farbige Lichtspots im Treppenhaus und eine gelb-rote Außenbeleuchtung tauchen die Dreifachturnhalle in ein freundliches Licht. Auf insgesamt 1.250 Quadratmetern Hallenfläche können sich die Sportler nun verausgaben. Darüber hinaus gibt es eine Kletterwand sowie ein Kraftraum, der auch für Gymnastikveranstaltungen genutzt werden kann. Mit dem Ergebnis ist auch Architekt Stefan Behnisch zufrieden, der sich darüber freut, dass „die Ideen und Gedanken die raue Realität des Diskurses überlebt haben“.

Kreative Ideen während der Bauzeit

Bürgermeister Wörle dankte allen, die zum Gelingen der Dreifachturnhalle beitrugen, und explizit Alexander Päckert vom TSV Gersthofen, der während der Bauzeit beratend zur Seite stand und Vorschläge aus Vereinssicht einbrachte. Außerdem kümmerte er sich maßgeblich um Ausweichmöglichkeiten für die Vereinssportler, was für spontanen Applaus sorgte. Welche Einschränkungen im Schulsport hingenommen werden mussten, erläuterte Mittelschulrektorin Sigrid Puschner in ihrer Rede. Neben dem Ausweichen auf andere Sporthallen in Gersthofen, wurde der Sportunterricht zudem ins Freie verlagert oder es wurden ganz neue Schulsportarten wie Treppenintervalllauf erfunden. Sie freut sich über die „wunderschöne Turnhalle“, die die in die Jahre gekommene Halle von 1972 ersetzt, und wünscht sich, dass das neue Gebäude eine Begegnungsstätte für Gersthofer Bürger werde.

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Wie die Halle künftig genutzt werden kann, konnte man an den musikalischen und sportlichen Einlagen sehen. Es traten die Percussiongruppe, die Tanzgruppe und die Schulband der Mittelschule auf sowie die Rhythmischen Sportgymnastinnen, die Handball-Minis und die Kol-la-Turner, die einen Vorgeschmack auf die diesjährige Kinder-Kol-la gaben. Abschließend segneten die katholische Pastoralassistentin Julia Winter und ihr evangelischer Kollege Diakon Christian Wolf die Halle.

Info:
Am kommenden Samstag, den 23. Januar, steht die Turnhalle (Schubertstraße) beim Tag der offenen Tür von 13.00 bis 18.00 Uhr allen Interessierten offen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin "gersthofer" | Erschienen am 06.02.2016
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