Die kulturina 2015 kann sich sehen lassen: Zur fünften Auflage kamen viele Besucher nach Gersthofen

  Kann es einen besseren Auftakt in die Sommerferien geben? Bereits zum fünften Mal ging im Gersthofer Zentrum die kulturina über die Bühne und anlässlich des kleinen Jubiläums haben sich die Organisatoren vom Verein Lebendige Innenstadt Gersthofen wieder einiges einfallen zu lassen. Wer zum Schlemmen kam, hatte die Qual der Wahl: Die Bandbreite reichte von traditionellen Schmankerln der bayerisch-schwäbischen Küche bis hin zu kulinarischen Experimenten, dargeboten in Food-Trucks. Für Unterhaltung sorgten die über 60 Veranstaltungen auf insgesamt drei Bühnen, darunter Live-Musik, Kabarett und Straßenkunst; Kinder hatten unter anderem am Riesentrampolin und bei den vielen Aktionen im Ballonmuseum ihren Spaß. Und wer einfach nur übers Gelände flanieren wollte, erfreute sich an den vielen Ständen der örtlichen Unternehmen und Vereine oder sah sich die neuesten Automodelle in aller Ruhe an. Weit über 40.000 Besucher nahmen heuer das vielfältige Programm an - und mussten dafür keinen Cent Eintritt zahlen.

Herzblut, Idealismus und Ideenreichtum

Kostenlos, aber keinesfalls umsonst ist die kulturina. Auch bei der fünften Auflage verzichteten die Organisatoren auf ein Eintrittsgeld und setzten lieber auf freiwillige Unterstützer. Für drei Euro gab es das kulturina-Bändchen, das an vielen Handgelenken zu sehen war. „Der Verkauf lief zufriedenstellend“, so Organisator Max Poppe vom Verein Lebendige Innenstadt Gersthofen. Darüber hinaus finanziert sich das Festival über Sponsoren, einen großzügigen Zuschuss der Stadt in Höhe von 20.000 Euro und nicht zuletzt dank des ehrenamtlichen Engagements des 20-köpfigen kulturina-Teams. Dass sich Herzblut, Idealismus und Ideenreichtum der jungen Mannschaft gelohnt haben, zeigten die Reaktionen der Besucher. „Viele haben uns direkt auf der kulturina angesprochen und beispielsweise die tolle Bandauswahl gelobt“, so Poppe. Von Blasmusik von hiesigen Vereinen wie der Trachtenkapelle Hirblingen, Rock ’n’ Roll von „The Hep Cats“ oder Mundart-Pop von Mathias Kellner gab es an dem Wochenenden auf den drei Bühnen für jeden Geschmack etwas. Auch die dritte Bühne vor dem Ballonmuseum, die ein wenig abseits des übrigen kulturina-Rummels stand, war gut frequentiert. „Noch nie waren so viele Besucher dort wie in diesem Jahr“, freut sich Poppe. Gut angenommen wurde auch der neu eingeführte Kabarett-Abend am Samstag, bei dem hochkarätige Künstler wie Christiane Eixenberger, die Mehlprimeln und die Kernölamazonen auftraten, für deren Karten man sonst Eintrittsgeld im zweistelligen Eurobereich hinblättern muss.

Strahlkraft weit über Gersthofen hinaus

Vor fünf Jahren löste die kulturina das in die Jahre gekommene Bürgerfest ab und ist inzwischen ein fester Bestandteil des Gersthofer Veranstaltungskalenders. Zwar lockt die kulturina viele Besucher außerhalb des Städtchens an, dennoch ist sie nach wie vor ein Fest von Gersthofern für Gersthofer. Das zeigt sich auch daran, dass viele örtliche Vereine sich um Aktionen kümmern und eigene Stände betreiben. Beispielsweise hat die Gersthofer DAV-Sektion auch heuer wieder ihren berühmten Kletterturm aufgebaut und die Alp-In-Hütte der Abteilung Alpin des TSV Gersthofen ist laut Peter Metzger der Treffpunkt schlechthin für viele Besucher. „Es hat sich inzwischen rumgesprochen, dass an unserem Stand am Abend Partystimmung herrscht“, so Metzger, der sich um den Kaffeestand kümmert. Für ihn ist die kulturina ein absoluter Pflichttermin, den er sich jedes Jahr im Kalender frühzeitig einträgt. Für die Organisatoren hat er nur lobende Worte übrig: „Ich hab Hochachtung vor dem Team, die das jedes Jahr hier auf die Beine stellt.“ Nach fünf Jahren Planung profitieren die Organisatoren von den Erfahrungen der letzten Jahre. „So positiv, unkompliziert und stressfrei wie in diesem Jahr war es noch nie“, fasst Poppe zusammen. Ganz besonders freut er sich darüber, dass es „null Komma null Prozent Stress“ gab - weder gab es Anwohnerbeschwerden noch musste die Polizei gerufen werden.

Nach der kulturina ist vor der kulturina - auf die Neuauflage 2016 darf man jetzt schon gespannt sein. Elf Monate lang werkelte das Team rund um Max Poppe an dem diesjährigen Fest herum, so dass den Organisatoren in diesen Tagen nur eine kleine Verschnaufpause vergönnt ist.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 05.09.2015
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1 Kommentar
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Michael Ortner aus Augsburg | 05.08.2015 | 14:25  
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