Uhr-Zeit-Umstellung auf die sogenannte "Sommerzeit" MESZ (Mittel Europäische Schlafentzug Zeit) und die Folgen:

Liebe Gesundheit Interessierte,

die Deutschen leiden an einem chronischen Schlafmangel.
Ein wichtiger Grund: Die Uhr-Zeit-Umstellung auf die sog. "Sommerzeit" MESZ!
Hier einmal 12 Anzeichen, daß Sie nicht genug Schlaf bekommen:
http://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/schlafmangel--12-anzeichen--dass-du-nicht-genug-schlaf-bekommst-10169222.html

Inzwischen wurde ich über weitere Studien zum Thema der negativen Auswirkungen der Uhr-Zeit-Umstellung auf die sog. "Sommerzeit" MESZ und dem daraus resultierenden Schlafmangel und chronischem Dauerstreß aufmerksam gemacht, die Sie sicherlich interessieren werden.



So zum Beispiel wurde vor einigen Jahren eine groß angelegte Chronobiologie-Studie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit rund 500 Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Die Zwölf- bis Achtzehn-Jährigen hatten durchschnittlich zwei bis drei Wochen ganz erheblich mit der Uhr-Zeit-Umstellung in Richtung der sog. "Sommerzeit" MESZ zu kämpfen. Professor Dr. Christoph Radler, Leiter der Studie, stellte fest, daß die Abendtypen unter den Schülern, auch Eulen genannt, unter der zeitlichen Veränderung ganz besondern litten. Er sprach sich daher in der Konsequenz dafür aus, daß in den ersten drei Wochen nach der Uhr-Zeit-Umstellung auf die sog. "Sommerzeit" MESZ weder Klassenarbeiten geschrieben noch andere Prüfungen abgelegt werden sollten.


In der University of Chicago wurde ein weiterer, spannender Versuch durchgeführt. Zehn gesunde Studenten eines Durchschnittsalters von 24 Jahren ließen im Rahmen eines achttägigen Schlafversuches ihren Testosteron-Spiegel bestimmen. Nachdem sie in den ersten drei Nächten ein für sie normales Schlafmaß einhalten konnten, wurde das Schlafquantum in den nachfolgenden fünf Nächten auf weniger als fünf Stunden reduziert. Am jeweils letzten Tag der Lang- und der Kurzschlafphase wurde über 24 Stunden hinweg das Testosteron im Blut gemessen. Es zeigte sich, daß nach nur einer Woche Schlafmangel ihr Testosteronspiegel bereits ganz erheblich abgefallen war. Er sank auf einen Level, der sonst nur bei Männer gefunden wird, die zehn bis fünfzehn Jahre älter sind. Bekannt ist, daß ein niedriger Testosteronspiegel meist einher geht mit einer verminderten Leistungsfähigkeit, Konzentrationsschwäche und einer nachlassenden Libido.


Eine dritte Studie ist erst wenige Monate alt. US-Forscher haben Hinweise darauf entdeckt, daß ein anhaltender Schlafmangel irreversible Schäden im Gehirn hinterlassen kann. „Wir haben immer angenommen, daß sich unsere geistige Leistungsfähigkeit nach lang- und kurzfristigem Schlafmangel wieder vollkommen erholte“, erklärte Sigrid Veasey von der University of Pennsylvania in Philadelphia. Entsprechende Versuche an Mäusen zeigten jedoch das Gegenteil. Bei Mäusen, die unter langanhaltendem Schlafmangel litten, gingen bis zu 25 Prozent der Neuronen im Locus coeruleus, einem für Aufmerksamkeit und geistige Leistungen wichtigen Hirnareal, zugrunde. „Das ist der erste Beleg dafür, daß Schlafmangel tatsächlich einen Verlust von Gehirnzellen auslösen kann“, so Veasey.


Die erwähnten Studien zeigen allesamt, wie wichtig es ist, daß wir als Menschen unseren gewohnten natürlichen Schlaf- & Wachrhythmus beizubehalten.

Dies trifft auch für die Tiere und unsere Haustiere, z.B. Hunde zu. In diesem Zusammenhang möchte ich auf eine Veranstaltung des Wissenschaftsautor Dr. Peter Spork (Biologie/Neurobiologie) hinweisen, der am 11. September 2016 einen Vortrag zum Thema: "Auch Hunde brauchen ihre Ruhe! Über den Sinn des Schlafs und den Zweck biologischer Uhren" hinweisen.
Weitere Informationen unter: https://www.facebook.com/events/601987423288898/

Vor diesem Hintergrund rufe ich Sie daher auf, sich auch weiterhin an der handschriftlichen Unterschriftenaktion für die Beibehaltung der ganzjährigen Normalzeit MEZ von Frau Inge Jensen aus Flensburg zu beteiligen.
Das Unterschriftenformular kann heruntergeladen werden unter: http://www.zeitumstellung-abschaffen.de/ an der rechten Randspalte als PDF-Datei.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Mithilfe und Engagement!


Mit gesundheitlichen Grüßen in der "verrückten" Uhrzeit

Ihr / Euer

Hubertus Hilgers


"Dimidium facti, qui coepit, habet - Wer nur begann, der hat schon halb vollendet."
Horaz - römischer Dichter der "Augusteischen Zeit"
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