"Ich hab´noch einen Koffer in Berlin und deshalb muss ich schnellstens wieder hin!"

Die Klasse 9dM der Mittelschule Meitingen mitten in der Metropole Berlin mit Klassleiter Andreas Tepper (hintere Reihe links) und Konrektorin Rosmarie Gumpp (rechts).
 
Der "Alex", weithin sichtbares Kennzeichen der Bundeshauptstadt.

Die Klasse 9dM der Mittelschule Meitingen verbrachte eine Schulwoche in Berlin
Meitingen: Für die Jungen und Mädchen der Klasse 9dM an der Mittelschule Meitingen wird die Fahrt nach Berlin in guter Erinnerung bleiben. Lehrer Andreas Tepper hatte sich ein informatives, abwechslungsreiches Programm ausgedacht. Schule einmal anders, Geschichte und Aktuelles „live“ vor Ort und dazu auch noch genügend Freiraum zum Shoppen und Bummeln. „Von den Diktaturen hin zur Demokratie“ – mit dieser Thematik beschäftigte sich die Klasse auf ihrer Bildungsfahrt in die Bundeshauptstadt. Unser Busfahrer René holte uns zusammen mit seiner Frau Samantha an der Mittelschule in Meitingen ab. Das Busunternehmen kam übrigens aus Reutte in Tirol. Wir hatten großes Glück, denn René war stets zu Späßen aufgelegt und er erklärte uns sogar noch vom Bus aus einige Sehenswürdigkeiten. So verlief unsere Anreise kurzweilig. Nach der Belegung der Zimmer stand am Abend noch ein Bummel durch Charlottenburg auf dem Programm. Neben dem Klassleiter Andreas Tepper waren auch noch die Lehrkräfte Marianne Feigl und Rosmarie Gumpp als Begleitpersonen dabei. Die ehemalige Stasi-Zentrale Hohenschönhausen stand am Dienstag auf unserem Besucherprogramm. Ehemalige Häftlinge führten uns durch diese Anlage, die stellenweise das Herz still stehen lässt ob der Grausamkeiten, die hier mit den Häftlingen angestellt wurden. So wollte die DDR als Arbeiter- und Bauernstaat Andersdenkende ausschalten, mundtot machen. „Sie machten unsere Seele kaputt“, so einer der Führer. Betroffen setzten wir die Reise mit unserem Bus fort. Anschließend besuchten wir die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Kurfürstendamm, auch ein Zeichen deutscher Geschichte, bevor der Besuch des Kaufhauses KaDeWe (Kaufhaus des Westens) noch möglich war. Anschließend traten die meisten zu Fuß den Heimweg an. Am Mittwoch chauffierte uns René durch Berlin und die Stadtführerin Kerstin war einfach klasse: Jugendgerecht erläuterte sie die Sehenswürdigkeiten der Metropole an der Spree (und am Landwehrkanal). So führte unsere Fahrt auch in den Ostteil der Stadt, der „aufblüht“ mit renovierten und auch neu gebauten Häusern und Straßen. Selbstverständlich ging es auch in das Botschaftenviertel und zum Reichstag. Am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes stand der Bundestag schwerpunktmäßig auf dem Programm. Allerdings war am Vormittag noch ein Besuch bei Madame Tussauds „Unter den Linden“ angesagt. Hier sind Stars und Sternchen, Politiker oder Wissenschaftler zum Greifen nahe. Gerne stellte sich der Eine oder die Andere mal neben Barack Obama, Papst Johannes Paul II., Marylin Monroe oder Johny Depp. Da unser Abgeordneter Durz nicht anwesend sein konnte, fand die Diskussion mit zweien seiner Mitarbeiter statt. Erfreulich, dass die Schüler interessierte Fragen stellten, beispielsweise zur Bildungsreform oder zu den Asylverfahren. Anschließend besichtigten wir den Bundestag und erhielten mit vielen anderen Besuchern einen informativen Vortrag. Aus Zeitgründen war eine Kuppelbesteigung nicht mehr möglich. Denn mit Frau Feigl und Frau Gumpp besuchte ein Großteil der Schülerschaft das Musical „Hinterm Horizont“, die Liebesgeschichte zwischen dem Rockstar Udo Lindenberg und dem FdJ-Mädchen Jessy aus Ostberlin. Traurig, sehenswert, zum Heulen, aber mit vielen bekannten Hits. Schnell, viel zu schnell war der Abreisetag da. Da hieß es Koffer packen, Zimmer aufräumen, Frühstücken und dann ab in den Bus. Es ist doch auch ganz normal, dass man gerne wieder nach Hause möchte. Als Konrektorin der Mittelschule Meitingen bin ich stolz auf die Jungen und Mädchen der Klasse 9dM. Während des gesamten Aufenthaltes zeigten sie Anstand, waren höflich und zuvorkommend, verfolgten aufmerksam die Vorträge, lieferten selbst Diskussionsbeiträge, waren äußerst diszipliniert und überaus pünktlich. Kurzum – ich war sehr gerne mit euch in Berlin. Und in Anspielung auf die Überschrift, die einem bekannten Lied entstammt, möchte ich selbstverständlich gerne bald mal wieder gen Berlin unterwegs sein, denn hier „lebt“ Geschichte, „lebt“ das Leben, „steppt“ der Bär. Ein großes Kompliment auch an den Kollegen Andreas Tepper, der für ein verantwortungsbewusstes, informatives und unterhaltsames Rahmenprogramm verantwortlich zeichnete.
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2 Kommentare
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Werner Szramka aus Lehrte | 26.04.2016 | 16:19  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 27.04.2016 | 22:40  
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