Eine besondere Abschlussfahrt

Gruppenfoto auf dem Wenzelsplatz in Prag.
 
Weltberühmt: Die astronomische Uhr am Altstädter Rathaus.
Abschlussfahrt in die „Goldene Stadt“
Neugierig der Dinge, die da kommen sollten, begaben sich 25 Schülerinnen und Schüler sowie ihre begleitenden Lehrkräfte auf Abschlussfahrt. Die Klasse 10aM der Mittelschule Meitingen hatte sich in einer demokratischen Wahl für die „Goldene Stadt“ Prag entschieden. Prag, die Hauptstadt der Tschechischen Republik hat ca. 1,3 Millionen Einwohner und kann auf diverse Sehenswürdigkeiten verweisen. Die Moldau durchfließt auf 31 Kilometern Länge die Metropole. Unter der Regie von Klassleiter Andreas Tepper und der begleitenden Lehrerinnen Marianne Feigl und Rosmarie Gumpp wurde zunächst auf eigene Faust die Stadt erkundet. Ein besonderes Flair herrscht auf der Karlsbrücke, die zu den ältesten Steinbrücken Europas zählt. Das Treiben der Händler gehört genauso zum „Brückenbild“ wie die Portraitmaler und die Musikanten. Darunter fließt gemächlich die Moldau, auf der viele Schwäne majestätisch ihre Runden schwimmen. Nicht zu übersehen sind die unzähligen Liebesschlösser um die Karlsbrücke. Am Altstädter Rathaus gibt es die weltberühmte astronomische Uhr, auch Aposteluhr genannt, zu bewundern. Sie stammt aus dem Jahre 1410 und ist ein Meisterwerk aus gotischer Wissenschaft und Technik, kurzum ein Kulturdenkmal. Sie wurde nicht in einem Stück gebaut, sondern wuchs im Laufe der Jahrhunderte. Bei einer Führung wurde den Schülern die Prager Burg (über 1000 Jahre alt) erläutert, besonders erwähnenswert ist hierbei der „Prager Fenstersturz“ aus dem Jahre 1618. Im weltberühmten „Goldenen Gässchen“ lebte und arbeitete auch Franz Kafka, der in deutscher Sprache seine Bücher verfasste. Weltberühmt ist auch der Prager Veitsdom auf dem Burggelände, ein Besuch lohnt sich allemal. Schade, dass gerade zu unserer Zeit so viele Menschen die gleiche Idee hatten. Selbstverständlich wurde auch der Wenzelsplatz besucht, von dem aus im Jahre 1968 der „Prager Frühling“ seinen Anlauf nahm. Begeistert waren die Zehntklässler auch von der John-Lennon-Wand – eine Street Art in Prag – auf der man sich auch „verewigen“ durfte. Prag wird auch häufig als „Goldene Stadt“ bezeichnet. Dieser Name kommt von den Standsteintürmen, die bei Sonneneinstrahlung in Goldtönen schimmern. Kaiser Karl IV. ließ die Türme der Prager Burg vergolden – auch hier ist eine Namensableitung denkbar. Einen halben Tag war aber auch etwas „härtere“ Kost zu verkraften. Die Gruppe besuchte im Rahmen ihrer Abschlussfahrt auch das ehemalige Konzentrationslager Theresienstadt, etwas außerhalb der Stadt gelegen. Bei einer Führung durch einen Teil der Gedenkstätte wurden die Jugendlichen über die Grausamkeiten des Ortes informiert, auch Schautafeln in verschiedenen Sprachen ließen die Gräueltaten der Nazis wieder aufleben. In diesem Konzentrationslager lebten auch 13500 Kinder, die an Ort und Stelle starben oder auch deportiert wurden. Viele Kinderzeichnungen verdeutlichen das Lagerleben. Nur wenige Kinder überlebten den Holocaust. Wieder zurück in Prag war noch Zeit zur freien Verfügung, die mit Bummeln und Shopping verbracht werden konnte. Viel zu schnell vergingen die fünf Tage der Abschlussfahrt und es hieß wieder nach Hause zu fahren. Klassleiter Andreas Tepper hatte eine interessante und informative Klassenfahrt zusammengestellt und organisiert, in der auch die Geselligkeit und das Miteinander einen festen Platz hatten.
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3 Kommentare
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 25.10.2016 | 16:08  
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Werner Szramka aus Lehrte | 25.10.2016 | 17:50  
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Eugen Hermes aus Bochum | 26.10.2016 | 21:44  
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