Zum 12. Mal in Düsseldorf: „Kunsthandwerk auf dem Parkdeck“ am Wochenende gut besucht

(Foto: Wilfried Meyer)

Am Wochenende hatte die Handwerkskammer zum 12. Düsseldorfer Markt für Zeitgenössisches Kunsthandwerk geladen. Und auch in diesem Jahr zog das qualitativ hochwertige Angebot an Unikaten und Kleinserien aus den Bereichen Schmuck, Textil/ Leder, Keramik, Glas, Holz, Metall, Stein und Papier wieder einige Tausend Besucher an. Im quirlig-kreativen Bilk ist das Parkdeck der Kammer am Georg-Schulhoff-Platz seit 2002 im Sommer eine feste Anlaufstelle für Liebhaber von individuellem Handwerksdesign.

„Die Mischung muss stimmen!“, so lautet das Erfolgsrezept von Uwe Müller-Biebel, der die Ausstellung als Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks“ (AdK) alljährlich organisiert. Dazu lädt er neben Ausstellern aus dem gesamten Rheinland stets interessante Gäste aus allen Teilen Deutschlands ein. So zeigte Henny Riedl, Flechtmeisterin aus Wiesbaden, dass ein altes Handwerk sehr modern sein kann, aus Hamburg kam „Lederfeinkost“ in nordisch-klarem Design und Michael Schwarzmüller aus Karlsruhe stellte sein Glasdesign für Sterneköche vor – aus hitzebeständigem und bruchsicherem Borosilikatglas.

Gleich dreizehn Kunsthandwerker haben ihre Werkstatt in Düsseldorf: hier dominieren Schmuck – expressiv bei Alin Boyaciyan, opulent bei Dieter Bernd Robertz oder in formaler Strenge bei Michael Berger – und Textil. Mit dabei: gelernte Schneidermeisterinnen, die junge Modelabels gründen wie Carina Norina Molitor und Marija Romanova.

Zu sehen waren außerdem Objekte aus so gegensätzlichen Materialien wie Keramik, Stahl, Holz, Bronze oder Papier – wer hier nicht fündig wurde, war selber schuld! Nur einige Beispiele: Raku-Keramik, Ringe aus Papier, individuelle Schreibgeräte, hergestellt aus besonderen Hölzern. Ebenfalls begehrt: Taschen, ob aus Recyceltem wie bei Ute Mansel aus Krefeld oder feinen venezianischen Stoffen wie bei den „Must haves“ aus der Kölner „Taschenmanufaktur“. Eine patent(iert)e Nische hat Monika Pioch aus Wegberg mit ihren pfiffigen, handgefilzten Katzen- und Hundebehausungen für sich entdeckt.

Die Verkaufsausstellung auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern lebt auch von der sommerlich-leichten Atmosphäre: open air, aber doch wettergeschützt unter dem Kuppeldach des Parkdecks. Zu der beeindruckenden Angebotsvielfalt tragen die unterschiedlichen Werkbereiche mit immer neuen, ausgefallenen Ideen bei. Gestandene Handwerksmeister, Designer und nicht zuletzt auch die Staatspreisträger unter den rund 80 Ausstellern bürgen für die herausragende Qualität – wie Schmuckdesignerin Heidi Schulze-Merian mit ihren modernen Klassikern aus Acryl, Keramikerin Uta K. Becker (Preisträgerin 2011) oder Michael Berger mit seinen faszinierenden kinetischen (Schmuck-)Objekten.
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