Lossprechungsfeier der Elektro-Innung Düsseldorf

Der Elektro-Fachnachwuchs 2015 mit Kammerpräsident Andreas Ehlert und Obermeister Georg Eickholt.
 
Die drei Jahrgangsbesten.
Düsseldorf: Rheinterrassen |

Ein Highlight des Düsseldorfer Handwerks ist jedes Jahr die „spannungsvolle“ Lehrlingslossprechung der Elektro-Innung. 106 Junghandwerker erhielten diesmal am 6. März bei der 41. Innungs-Feier in den Rheinterrassen vor 500 Gästen ihren Gesellenbrief.

Obermeister Georg Eickholt gratulierte in seiner Eröffnungsrede den frischgebackenen Gesellen und Gesellinnen sowie den Bürokaufleuten herzlich zur bestandenen Prüfung. Sein Dank galt auch den Ausbildungsbetrieben. Dabei betonte er besonders die gelebte Integration: „Die Betriebe im Handwerk stellen viele Jugendliche mit Migrationshintergrund ein, und das ist gut so. Ohne diese Mitarbeiter hätte das Handwerk keine Zukunft. Es gibt ein geflügeltes Wort im Handwerk: Es kommt nicht darauf an woher Du kommst, sondern wohin Du willst.“ Klare Worte richtete er auch an die Politik. „Wir wünschen uns, dass die Stadt Düsseldorf weiterhin zu Ihrem Handwerk steht und eine handwerksfreundliche Politik weiterführt“, appellierte Eickholt an die Stadtverwaltung, vertreten durch Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke. Seine Bitte sich für das deutsche Handwerk einzusetzen ging auch an den Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek. Die Folgen des neuen Verbraucherschutzgesetzes seien für das Handwerk mit großem Risiko in der Praxis behaftet. „Hier werden wir Handwerker meiner Meinung nach schon fast kriminalisiert“, beklagte Eickholt.

Der Bundestagsabgeordnete Jarzombek räumte in seiner Rede ein, dass sich die Politik bezüglich der Bürokratie und des Rückgaberechtes bisher nicht gerade mit Ruhm bekleckert habe. Die Aufzeichnungspflicht beim Mindestlohn sollte entfallen, wenn in der Branche ein höherer Lohn gezahlt werde. Dem Handwerksnachwuchs empfahl er flexibel zu bleiben, sich weiterzubilden und weiterzuentwickeln. Dabei sei der Meisterbrief nur einer von vielen Aufstiegsmöglichkeiten.

Energiewende geht nicht ohne das Handwerk

Kammerpräsident Andreas Ehlert bezeichnete das Elektrohandwerk als „Handwerk 4.0“. Es zeige, wie modern Handwerk zu Beginn des 21. Jahrhunderts sein kann. „Mit Ihrem Abschluss haben Sie für sich die Tür zu einer äußerst innovativen, dynamischen und spannenden Welt weit aufgestoßen“, sagte Ehlert an die Gesellen gewandt. Und der Politik schrieb er ins Buch: „Eine erfolgreiche Energiewende ohne das Handwerk wird es nicht geben!“

Die 106 zu vergebenden Gesellenbriefe verteilten sich wie folgt: 38 in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, 50 in der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik sowie 14 in der Fachrichtung Maschinen und Antriebstechnik. Hinzu kamen 4 Bürokaufleute im Handwerk, die ebenfalls erfolgreich abgeschlossen hatten.

Jahrgangsbeste in den einzelnen Fachrichtungen waren: Kai Growe (Energie- und Gebäudetechnik – Ausbildungsbetrieb: Elma-Mathoul Elektroanlagen GmbH, Düsseldorf), Dawid Kuban (Informations- und Telekommunikationtechnik – Backens System GmbH, Hilden) und Julian Tschada (Maschinen- und Antriebstechnik – EGM Elektrotechnik, Moers ).

Gesellenvertreter Lukas Laux bedankte sich anschließend bei den Ausbildungsbetrieben, den Lehrern der Berufsschule und des Berufsbildungs- und Technologiezentrums der Elektro-Innung Düsseldorf (BTZE) und bei den Familien für die Unterstützung der Lehrlinge in den vergangenen Ausbildungsjahren.

Comedymoderator Don Clarke führte mit viel Humor durch das spannungsgeladene Programm mit Artistik, Tanz, Bauchredner und Bandbegleitung.
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2 Kommentare
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Kornelia Lück aus Zeitz | 15.03.2015 | 10:23  
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 15.03.2015 | 12:27  
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