Das Tourfinale zu "Krach der Republik" in Düsseldorf

Schweiß und Punk – keine andere Band vereint diese beiden Begriffe so gekonnt wie Die Toten Hosen. Sie gastierten mit ihrer „Krach der Republik“-Tour in über 40 Städten und beglückten ca. 1,5 Millionen Zuschauer. Das Finale ihrer Tour feierte die Band in Düsseldorf.

Wo auch sonst? Die Antwort des Durchschnitts-Düsseldorfers auf die Frage: „Worauf bist du stolz?“ ist immerhin klassischerweise: „Alt, Rhein, Hosen.“
Trotz mehrerer Vorbands, die das Finale der Band um Frontmann Campino unterstützten, traten die Hosen zu einer „humanen Uhrzeit“ auf. Um ca. 21 Uhr startete der Hauptact, auf den sich das Publikum bereits durch andere Musiker, wie beispielsweise die „Broilers“ oder "La Brassbanda", eingestimmt hatte. Es mag Vorbands geben, bei denen es die Zuschauer nicht erwarten können, bis diese ihre Gitarren ausstöpseln und „… Und nun viel Spaß mit XY!“ in die Menge brüllen. Nicht hier! Die Qualität der auftretenden Musiker ist an diesem Abend derart hoch, dass das bunt gemischte Publikum ihnen Respekt zollt… und feiert.

„Altes Fieber“ wird angestimmt und ab jetzt gibt es kein Halten mehr. Die Zeilen „Und immer wieder sind es dieselben Lieder, die sich anfühlen, als würde die Zeit stillstehen!“ scheinen hier treffender zu sein, als irgendwo sonst. Die ESPRIT-Arena verwandelt sich in einen riesigen Kessel. Die Fans besingen ihre Hosen, die immer wieder den Kontakt zum Publikum suchen, der „Fortuna“ auch in schlechten Zeiten beistehen und dem –zeitweise vom Radio „totgespielten“- „Tage wie diese“ neuen Glanz verleihen. Punk kann Gänsehaut produzieren. Definitiv.

Natürlich kamen, neben den neuesten Werken der Band, auch nicht die alten Klassiker zu kurz. So wurde natürlich immernoch „Bonnie und Clyde“ gespielt und „Alles aus Liebe“ getan.

Gegen 23:15 Uhr ist das Konzert zu Ende. Irgendwie hat man das Gefühl, dass es den Musikern, die ihre Fans seit so langer Zeit begeistern, schwer fällt, die Bühne zu verlassen.

Fazit: Die Zeit ist vergangen, aber den Hosen konnte sie –augenscheinlich- nichts anhaben. Die Jungs gaben im Rahmen des Tourfinales Gas wie immer und transportierten den Spaß und die Freude an der Musik ins Publikum.

Und nun? Nach dem Tourfinale ist eine 2jährige-Pause angesagt. Aber was sind schon zwei Jahre? Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit CDs, „alten Liedern“, Konzerten auf DVD und dem guten Gefühl: „Nichts bleibt für die Ewigkeit!“ … auch eine Pause nicht.

Danke Hosen! Ihr macht uns unglaublich stolz!

Liebst, Conny
Interview mit Wölli (ehemaliger Schlagzeuger der Toten Hosen) KLICK
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