Abendliches Gedenken zum Volkstrauertag - Feierstunde in Peterswörth

Nach der Sonntagvorabendmesse fand die Gedenkfeier zum Volkstrauertag am restaurierten Kriegerdenkmal vor der Peterswörther Pfarrkirche St. Peter und Paul statt. Bereits in seiner Predigt ging Stadtpfarrer Johannes Schaufler auf die zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzung in aller Welt ein und betonte, dass Frieden immer ein Prozess sei, der letztlich bei jedem Einzelnen beginne.

Nachdenkliche Rede von Gundelfingens 3. Bürgermeister Werner Wittmann


Mit einem Choral eröffneten die Peterswörther Musikanten die Feierstunde, zu der auch die Freiwillige Feuerwehr Peterswörth in einer Ehrenformation angetreten war. In einer nachdenklichen Rede richtete Gundelfingens 3. Bürgermeister Werner Wittmann zunächst den Blick auf die gefallenen deutschen Soldaten unserer Zeit und erzählte die Geschichte einer Mutter, die erfahren musste, dass ihr Sohn bei einem Anschlag in Afghanistan gefallen sei. Zwar leben wir in Europa mittlerweile fast 70 Jahre in Frieden, doch weltweit steigt die Zahl der Kriege und da helfe die Genfer Konvention auch nicht viel, wenn immer noch mehr Waffen in Krisengebiet gelangen. Er erinnerte an die Flüchtlingstragödien unserer Tage - an die Opfer vor der italienischen Insel Lampedusa - und fragte ob es wirklich sein könne, dass die, die helfen auch noch bestraft werden?Und Werner Wittmann betonte, wie wichtig es sei, all das Unheil, dass durch Kriege bei den Menschen ausgelöst werde, zu sehen und auch nicht die zu vergessen, die in den schrecklichen beiden Weltkriegen auch aus Peterswörth ihr Leben verloren haben. Gerade in einer Zeit jahrzehntelangen Friedens müsse die Erinnerung wachgehalten und zur ständigen Mahnung werden, dass nicht Gleichgültigkeit entstehen kann. So gelte es, unterstrich Wittmann, auch in unseren Tagen sich für Frieden einzusetzen und den Volkstrauertag, neben dem Gedenken, stets aufs Neue als Aufforderung dazu zu verstehen.

Choral, Gebet und Totengedenken, Kranzniederlegungen


Ein weiterer Choral leitete zum Gebet für die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege durch Stadtpfarrer Johannes Schaufler über, an das sich begleitet von einem Musikstück die Kranzniederlegungen (Stadt Gundelfingen, Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge, Krieger und Soldatenverein Peterswörth) durch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Peterswörth anschloss.

"Die Fahnen senkt" - "Ich hatt' einen Kameraden"


Zum Ende einer beeindruckenden abendlichen Feierstunde erklang das von Ludwig Uhland geschriebene und von Friedrich Silcher vertonte Lied "Ich hatt' einen Kameraden" und die zwei Fahnen des Peterswörther Krieger- und Soldatenvereins senkten sich.
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