Das Jahr als Mentee in der Politik hat begonnen

Die Tandems in Burgdorf: vorne v.l. Gundula Brügger, Simone Heller, Petra Pape, Christine Gross, Ulla Träger, Birgit Meining, Britta Weizenegger; hinten v.l. Michael Fleischmann, Maria Leykum, Lisa Conrad. (Foto: Dana Noll)
Zitat Martspiegel Burgdorf:

Beim Treffen der Mentoren und Mentees gab es erste Ideen
BURGDORF

(dno). Politik, insbesondere Kommunalpolitik, braucht eine lebendige Demokratie, die auch auf die Kompetenzen und Erfahrungen von Frauen zurück greift. Somit wurde nun zum 5. Mal das Niedersächsische Mentoring-Programm ins Leben gerufen. Allein in Burgdorf haben sich sechs „Mentees“ gefunden, die mit einem Mentor an ihrer Seite ein Tandem bilden. Damit liegt Burgdorf im Schnitt vor Lehrte und Sehnde mit jeweils drei und Uetze mit zwei Tandems – in der Region arbeiten insgesamt 83 Tandems miteinander.
Am vergangenen Donnerstagabend trafen sich in Burgdorf, im Rathaus II, die „Tandems“, um sich kennenzulernen und auszutauschen. In der munteren Runde um die Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape nahmen die Damen aktiv an der Diskussion teil und zeigten damit, dass sie als Mentor oder Mentee genau richtig für die kommenden Aufgaben sind.
Ziel ist, die interessierten Damen theoretisch als auch praktisch in den kommunalpolitischen Alltag einzuführen. So war Petra Pape begeistert von den neuen Konstellationen: „Es macht Spaß, wenn man merkt, da sind Engagement und Ideen!“ Und die Gleichstellungsbeauftragte weiß, wovon sie spricht. Bereits zum 4. Mal ist sie am Mentoringprogramm beteiligt und überzeugt „gute Tandems, erzielen gute Ergebnisse“.
Und so waren die Mentees gleich gefragt, als es um die Einschätzung zu den Auftaktveranstaltungen ging. Leise Kritik, gemischt mit Verbesserungsvorschlägen - so funktioniert eben Politik. „Manchmal muss man eben auch Fragen stellen, die unbequem sind“, so Pape.
Die anwesenden Mentees könnten auf den ersten Blick verschiedener nicht sein: Mütter von kleinen oder bereits erwachsenen Kindern, Angestellte, Geschäftsstellenleiter oder Hausfrauen. Doch der Wille „etwas zu bewegen“ vereint alle Anwesenden. Auch das bisherige ehrenamtliche Engagement, zum Beispiel in Elternrat oder in der Kinder- und Jugendarbeit. „Nicht nur zuschauen, sondern mitmachen“, so Mentee Christine Gross. Als Mentor steht ihr Michael Fleischmann, Regionsabgeordneter Die Linke zur Seite, der im Übrigen der einzige Mann auf dem Tandemtreffen war. „Frauen sind wichtig in der Politik. Ich bin froh, meine politischen Erfahrungen weitergeben zu können“, so Fleischmann. Auch Birgit Meinig, Ortsbürgermeisterin in Ramlingen-Ehlershausen, ist von ihrer jungen Mentee, der erst 19- jährigen Lisa Conrad, begeistert: „Das Mentoring- Programm ist eine gute Einstiegsmöglichkeit, zu zeigen, was möglich und machbar ist.“
Bis Dezember 2015 wird es einen intensiven Austausch innerhalb der Tandems geben und zahlreiche Veranstaltungen, in denen es gilt, Wissen zu erlangen, aber auch erste Schritte in der Öffentlichkeit zu machen.

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