Schmuckstück der Backsteingotik - Rund um den Simon-Loschen-Turm in Bremerhaven

Das Oberfeuer in Bremerhaven ist im Stil der Norddeutschen Backsteingotik erbaut und steht unter Denkmalschutz (Foto: Katja Woidtke)
Bremerhaven: Leuchtturm |

Leuchttürme haben etwas Faszinierendes. An der Küste ragen sie in den Himmel, um mit ihrem Licht den Schiffen den sicheren Weg zu weisen. Ein besonderes Schmuckstück unter den Leuchttürmen ist der Simon-Loschen-Turm in Bremerhaven. Der auch als Oberfeuer bezeichnete 37m hohe Turm steht an der Schleuse zum Neuen Hafen und wurde in den Jahren 1853 bis 1855 nach Plänen des Architekten Simon Loschen im Stil der norddeutschen Backsteingotik erbaut. Er ist der älteste noch in Betrieb befindliche Festland-Leuchtturm. Der Auslieger am Turm wurde übrigens nicht benutzt, um Lasten mit einem Kran nach oben zu transportieren, sondern um Sturmwarnungen anzuzeigen.

Auch heute noch gibt der reich verzierte Turm den Schiffen auf der Weser seine Signale. 8 Seemeilen weit ist sein Licht zu sehen. Längst wird er aber nicht mehr mit Gas oder Petroleum betrieben, und seit 1951 läuft der Betrieb automatisiert. Wer ein romantisches Plätzchen für seine Hochzeit sucht, kann sich übrigens im unter Denkmalschutz stehenden Leuchtturm trauen lassen.

Nur ein paar Schritte weiter am Willy-Brandt-Platz steht das Unterfeuer Bremerhaven - ein rot/weiß geringelter Leuchtturm aus dem Jahr 1893. Wegen seiner ungewöhnlichen Form wird das Unterfeuer auch Zwiebelturm oder Minarett genannt. Gemeinsam mit dem Oberfeuer signalisiert es den Schiffen die Mitte des Weserfahrwassers. Einmalig dürfte wohl auch die "Reise" sein, die das Unterfeuer in den 1990er Jahren angetreten hat. Damals wurde der nur 26m hohe Zwiebelturm um rund 50m an seinen heutigen Standort versetzt.

Von Bremerhaven aus haben unzählige Auswanderer ihren Weg in die "Neue Welt" angetreten. Das Denkmal an der Seebäderkaje erinnert an diese Zeit und spiegelt die Hoffnung auf eine bessere Welt wider. Von der Seebäderkaje aus können Touristen heute während der Saison kleinere Reisen Richtung Helgoland starten.

Landratten werden sich vielleicht fragen, was das Gerät am Ufer der Weser zwischen Unter- und Oberfeuer wohl sein mag. Schon Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Bremerhaven ein Semaphor, der als optischer Windanzeiger den Seeleuten Windrichtung und -stärke auf Borkum und Helgoland anzeigte. Bei dem Semaphor gleich neben dem Unterfeuer Bremerhaven handelt es sich um einen Nachbau mit einigen Originalteilen, der durch Spenden finanziert wurde und voll funktionsfähig ist.

Lust auf weitere Ausflugstipps für Bremerhaven? Hier geht es zu einem Beitrag "Bremerhaven bei Nacht": http://www.myheimat.de/bremerhaven/freizeit/wenn-e...

Mehr zum Klimahaus ist hier zu finden: http://www.myheimat.de/bremerhaven/freizeit/ausflu...






Quellen:

Homepage der Stadt Bremerhaven
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8 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 02.01.2016 | 06:14  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 02.01.2016 | 12:12  
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Heike L. aus Springe | 02.01.2016 | 14:31  
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 02.01.2016 | 17:47  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 02.01.2016 | 22:23  
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Heike L. aus Springe | 03.01.2016 | 17:03  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 04.01.2016 | 15:12  
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Heike L. aus Springe | 04.01.2016 | 22:14  
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