Schnecken

Die Schnecken

Rötlich dämmert es im Westen,
und der laute Tag verklingt,
nur daß auf den höchsten Ästen
lieblich noch die Drossel singt.
Jetzt in dichtbelaubten Hecken,
wo es still verborgen blieb,
rüstet sich das Volk der Schnecken
für den nächtlichen Betrieb.

Tastend streckt sich ihr Gehörne.
schwach nur ist das Augenlicht.
Dennoch schon aus weiter Ferne
wittern sie ihr Leibgericht.

Schleimig, säumig, aber stete,
mmer auf dem nächsten Pfad,
finden sie die Gartenbeete
mit dem schönsten Kopfsalat.

Hier vereint zu ernsten Dingen,
bis zum Morgensonnenschein,
nagen sie geheim und dringen
tief ins grüne Herz hinein.


(Auszug aus dem Gedicht "Die Schnecken" von Wilhelm Busch)
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5 Kommentare
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Andreas Köhler aus Greifswald | 16.05.2014 | 21:48  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 17.05.2014 | 00:04  
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Elfie Haupt aus Einbeck | 17.05.2014 | 21:28  
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Edith Zgrzebski aus Barsinghausen | 18.05.2014 | 12:30  
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Hildegard Schön aus Barsinghausen | 18.05.2014 | 20:12  
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