synlab – Übernahme durch Cinven – IG BCE will Arbeitsbedingungen durch einheitliche Tarifverträge für die Beschäftigten regeln!

 

IG BCE will Arbeitsbedingungen durch einheitliche Tarifverträge für die Beschäftigten regeln!


Das europaweit tätige Labordienstleistungsunternehmen synlab, das an rund 300 Standorten derzeit über 7.000 Menschen beschäftigt, hatte Ende der vergangenen Woche mitgeteilt, dass die Mehrheitsanteile der synlab Gruppe durch die europäische Beteiligungsgesellschaft Cinven übernommen werden. Diese Übernahme steht derzeit noch unter dem Vorbehalt einer Zustimmung der Kartellwächter aus Brüssel und Berlin.

In einigen deutschen synlab-Standorten wurden in den letzten Monaten Betriebsräte gewählt. Die IG BCE hatte dort die Beschäftigten bei den Betriebsratswahlen unterstützt. In der Zwischenzeit sind mehrere hundert Arbeitnehmer/Innen in die IG BCE eingetreten. In einem weiteren Schritt geht es der IG BCE nun um die einheitliche Regelung der im Moment noch sehr unterschiedlichen Arbeitsbedingungen. Insofern ist der Auftrag der IG BCE Mitglieder der MVZ synlab Standorte Augsburg, Nürnberg und Weiden klar, sie fordern die schnellstmögliche Installation eines Tarifvertrages der die Bezahlungsstruktur gerecht regelt und die Belegschaft an der allgemeinen Lohn/Gehaltsentwicklung teilhaben lässt.

Cinven löst, nachdem kürzlich die französische Labco S.A. übernommen wurde, mit der Übernahme von Synlab nun ein kartellrechtliches Verfahren aus, in dessen Verlauf aktuell jegliche Tarif-Gespräche Seitens der Industriegewerkschaft IG BCE mit dem neuen Eigentümer untersagt sind, bis eine Genehmigung der geplanten Übernahme durch die Kartellbehörden in Brüssel und Berlin erfolgt ist.

Um der synlab-Geschäftsführung vor Ort die regelungsbedürftigen Inhalte der unterschiedlichen Arbeitsbedingungen in den Standorten darzulegen, fand am 1. Juli ein Sondierungsgespräch statt. Marc Welters, Tarifsekretär der IG BCE aus Hannover und Rainer Hoffmann, IG BCE Bezirkssekretär aus Weiden trafen sich zusammen mit Vertretern des Arbeitgebers und betrieblichen Gewerkschaftsvertretern der MVZ Weiden, Nürnberg und Augsburg. In dem konstruktiven Gespräch konnten die Probleme aufgezeigt werden. Man verständigte sich auf ein weiteres Sondierungsgespräch am 31. Juli 2015, um den weiteren Fahrplan, für anstehende Verhandlungen der IG BCE Forderungen festzulegen und Details zu klären.

Von Seiten des Betriebsrates des synlab-MVZ Augsburg wird breite Unterstützung für das Vorhaben der IG BCE signalisiert. Man sei froh, dass nun mit Hilfe einer starken Gewerkschaft endlich an ein wichtiges Thema herangegangen werde, welches die Beschäftigten in den synlab-Betrieben schon lange ärgert. Einheitliche gerechte Bezahlungsstrukturen und eine kontinuierliche Lohn-/ Gehaltsentwicklung seien neben der verlässlichen Regelung der übrigen Arbeitsvertraglichen Rahmenbedingungen unbedingt notwendig um in der Zukunft gut qualifizierte und motivierte Beschäftigte, trotz des angekündigten Fachkräftemangels zu bekommen. Aus Sicht der Betriebsräte eine gute Investition ins Personal und in die Zukunft des Unternehmens. [TFa.02-07-15]
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