Wie entstanden die Gewölbekeller auf der Amöneburg und wie kommt Wasser auf einen Berg

Als im frühen Mittelalter die Häuser auf der Amöneburg errichtet entstanden, wurde das Material verbaut, welches in der Nähe zu finden war. Aus Stroh, Lehm und Holz entstanden die Fachwerkhäuser.

In dem nassen Stein und Ton auf dem Berg konnte für das Fundament nichts verbaut werden, was mit der Zeit durch die Feuchtigkeit faulen könnte. Aus Basalt entstand das Fundament, was so hoch gebaut wurde, dass das Fachwerk später im trockenen stand.

In der Bauphase stieß man auch auf wasserführende Schichten. In ihnen entstanden die Kellerbrunnen. Da Holz auch an der Decke hätte faulen können, wurde auch diese gemauert. So entstanden die Gewölbekeller. Trotz der Feuchtigkeit haben diese Keller übers Jahr eine gleichmäßige Temperatur, und können die Funktion eines Kühlschrankes übernehmen. Gemüse, Kartoffeln, Bier und Wein sind dort gut aufgehoben.

An vielen Stellen kommt das Wasser auf dem Berg aus dem Boden, auch ohne Regenzeit. Geologisch sind der Vogelberg und die Amöneburg im Südosten verbunden und das Wasser war einmal das Regenwasser aus dem Vogelsbergmassiv.

Vor 15 Millionen Jahren war der Vogelsberg vulkanisch aktiv und es blubberte auch in Amöneburg. So entstand der Basaltkegel. Wasserdichte Tonschichten entstanden zwischen den Basaltschichten. Diese Schichten habe viele Risse, durch die das Wasser dringen kann.

Oberhalb von 400 – 500 Metern sickert das Regenwasser aus dem Vogelsberg in den Boden, wird zu Grundwasser. Zwischen die wasserundurchlässigen Schichten drückt sich so das Grundwasser durch den rissigen Basalt bis auf die Amöneburg, wie in einem artesischen Brunnen.

Erklärung zu artesischer Brunnen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Artesischer_Brunnen

Am 5.9. war „Die Nacht der Keller“ auf dem Berg, Bewohner öffneten ihre Türen.

Fotos:
Martin Kewald-Stapf
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