Ein Boss bekommt große Unterstützung

Es geschah in einem Land in dem das Bier in einer Maß gestemmt wird, die unschöne weiße Wurst mit Senf gespeist und dazu eine Brezel gereicht wird. In diesem Land, wo der Himmel immer in einem schönen blau/weiß anzusehen ist, wurde vor langer Zeit, im Jahr 1900 ein Verein gegründet. Er mauserte sich zu einer Persönlichkeit und so ist es nicht verwunderlich, dass dieser Verein, der FC Bayern München in aller Munde ist. Außerdem ist er der erfolgreichste deutsche Verein. Und weil sie so berühmt sind und viele Menschen sich dem Verein durch Mitgliedschaft verbunden fühlen, klingelt es auch ordentlich in der Kasse. Das freut auch die Verantwortlichen, haben sie doch dadurch auch etwas mehr in ihrem Sparstrumpf. Wer aber jetzt glaubt, dass sich die Herrschaften mit ihrem Ersparten ein ordentliches Leben machen, der wird eines besseren belehrt. Leider gibt es in diesem Verein Verantwortliche, die ganz viel auf der hohen Kante haben, aber nicht bereit sind, wie die armen Vereinsmitglieder richtig Steuern zu zahlen. Da soll doch der Präsident tatsächlich 3,2 Millionen Euro hinterzogen haben. Ok denkt sich der große Mann, jetzt zeige ich mich selber an und dann bin ich fein raus. Aber diese Rechnung hatte er nun doch ohne die Gerichtsbarkeit gemacht. Das Landgericht der Stadt München wird Anklage erheben. Wer aber nun glaubt das ein Mensch der in hohem Masse eine Straftat begangen hat sich einsichtig zeigt und auch die Konsequenzen zieht, der sieht sich getäuscht. Unterstützt wird er noch von seinen Kumpels in der Chefetage des FC Bayern München. Da fragt man sich – haben die Herrschaften kein Unrechtsbewusstsein ? Haben sie nicht eine Vorbildfunktion ? Da kann es ja nicht lange dauern bis sich auch die gut bezahlten Spieler denken, ok, was der Präsident gemacht hat, das versuche ich jetzt auch. Der Vorstandsvorsitzende der Fußballtruppe sicherte weiterhin seine Freundschaft zu und stellte fest, dass der Präsident der „Spiritus rector“, der führende und lenkende Geist sei. War der Präsident bei seiner enormen Steuerhinterziehung nicht zimperlich, so schossen ihm bei diesen Lobeshymnen doch die Tränen in die Augen.
Die Moral von der Geschicht: wenn man ganz viel Geld hat muss man nichts für die Solidargemeinschaft abgeben. Wer aber ganz wenig Euros hat, der muss ordentlich teilen, und wenn er es nicht macht, dann wird er was erleben.
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2 Kommentare
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Volker Beilborn aus Marburg | 19.11.2013 | 09:17  
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CHRISTINE Stapf aus Amöneburg | 19.11.2013 | 19:28  
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