Die ASF startet mit aktuellen Themen ins Jahr 2016

Die ASF Aichach, Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, traf sich Ende Januar zum ersten Mal im neuen Jahr, wie immer im Gasthof Specht. Monatlich finden diese Treffen am letzten Mittwoch des Monats jeweils um 19 Uhr statt.
Zwei Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag und deren Planung und Vorbereitung standen u.a. auf der Tagesordnung. Am Freitag, den 4. März lädt die ASF zu einer Informationsveranstaltung unter dem Titel „Nein heißt nein - §177 - “ alle Interessierten in die Räume der CARITAS in der Münchner Straße ein. Zur Diskussion des Themas, dem Vergewaltigungsparagraphen §177, sind Referentinnen geladen, die aus ihren verschiedenen beruflichen Perspektiven das Thema beleuchten und über ihre Erfahrungen sprechen werden. Die Veranstaltung ist nicht als Podiumsdiskussion oder als Vortrag Einzelner gedacht, sondern die Veranstalterinnen planen daher einen „runden Tisch“ mit gleichberechtigten Teilnehmern, die Fragen stellen, aber auch ihre Gedanken, Meinungen oder etwaige Erlebnisse einbringen können. Geplant ist diese Veranstaltung übrigens schon seit Monaten, also lange vor den aktuellen Ereignissen um die Jahreswende in Köln und in anderen Städten. Jedoch haben diese schrecklichen Fernsehbilder dem Thema zum diesjährigen Frauentag noch mehr Brisanz und Aktualität gegeben.
Am Internationalen Frauentag selbst, also am 8. März um 20 Uhr, findet im Sisi-Schloss in Unterwittelsbach eine weitere - diesmal kulturelle - Veranstaltung der ASF statt. Texte zu Frauenthemen von der Schauspielerin Kerstin Becke und entsprechendes Liedgut von Uli Mill und Michi vorgetragen, sollen allen Gästen einen gedankenvollen, aber auch gleichzeitig unterhaltsamen Abend bereiten. Der Eintritt ist frei.
Als dritten Tagesordnungspunkt griffen die ASF-lerinnen, um die Vorsitzende, Kristina Kolb-Djoka, ein weiteren Themenpunkt auf, der nicht nur in Aichach unter den Nägeln brennt: das Schaffen alternativer Wohnformen für unsere immer älter werdende Gesellschaft. Sabine Wengg, (Dipl.-Geographin, Dipl.-Psycho-Gerontologin) von der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ – Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung, hielt erst kürzlich beim Ortsverein der AWO Aichach einen Vortrag im Rahmen einer Vortragsreihe zu diesem Thema und verstärkte diesbezüglich die Überlegungen der ASF-Frauen. Sabine Wenng arbeitet im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und könnte auch umsetzbare Wege der Finanzierung und der Umsetzung aufzeigen.
Schon vor Weihnachten wurden Möglichkeiten von der ASF diskutiert, wo und wie diese alternativen Wohnformen in Aichach umgesetzt werden könnten. Da im Kreistag Überlegungen bezüglich der Verwendung des jetziges Krankenhauses stattfanden, kamen den SPD-Frauen zu dem Entschluss, Herrn Landrat Dr. Metzger darauf anzusprechen, beim geplanten Umbau auch an alternative Wohnformen zu denken, was sich ja sehr gut mit dem von ihm favorisierten Gesundheitszentrum im jetzigen Krankenhaus verbinden ließe. Somit wurde ein persönlicher Brief an ihn verfasst und zwischenzeitlich zugestellt. Fazit: Ein Teil des Krankenhauses solle doch einer „neuen gemeinschaftlichen Wohnform für ältere Bürger“ zugeführt werden. In unserer Gesellschaft seien immer mehr Menschen von Demenz, Einsamkeit oder Isolation betroffen. Auch für diesen Personenkreis unserer Bürger bestehe eine Fürsorgepflicht, die sich in dieser Wohnform gut unterbringen ließe.
Die veränderten Familienstrukturen und die Auswirkungen des demographischen Wandels erforderten neue individuelle Antworten auf den gesellschaftlichen Wandel. Diese unterschiedlichen Bedürfnisse benötigten unterschiedliche Wohnformen.
Das nächste Treffen der ASF-Frauen findet am 24. Februar statt. Vorher jedoch lädt die ASF zu einem Sozialpolitischen Dialog mit der Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr am 19. Februar ins Re(h)staurant in Aichach ein.
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