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Roggdens Feuerwehrjugend im Dauereinsatz

Aus dem Dachgeschoss des Schützenheims in Hettlingen mussten die Jugendlichen Feuerwehrler zwei Kinder retten.
 
Aus dem Dachgeschoss des Schützenheims in Hettlingen mussten die Jugendlichen Feuerwehrler zwei Kinder retten. Hier bringt Nelly Krach Jonas Mayrböck mit Hilfe der Steckleiter in SIcherheit. Gruppenführer Stefan Gerstmayr sichert von unten.
Roggden: Feuerwehrhaus Roggden | Am frühen Samstag Morgen, um 8.30 Uhr, herrscht reges Treiben im Feuerwehrhaus in der Raiffeisenstrasse in Roggden. Doch diesmal ist es kein Einsatz für die aktive Wehr des Wertinger Stadtteils, sondern der Beginn eines langen Übungstags der Jugendgruppe der Feuerwehr Roggden-Hettlingen. Die kommenden 24 Stunden werden neun der insgesamt 15 Feuerwehranwärter der Wehr im Alter zwischen 14 und 17 Jahren im Gerätehaus verbringen. Dieser sogenannte Berufsfeuerwehrtag dient vor allem der Kameradschaft in der Gruppe aber auch eine intensive, breitgefächerte feuerwehrtechnische Ausbildung sowie die Vorbereitung auf den späteren Einsatzdienst in der aktiven Wehr sind das Ziel dieses Tages.
Schon acht Wochen zuvor begannen Gruppenführer Christian Mayer und die Jugendwartin Bettina Kaim sowie ihre Stellvertreter Thomas und Stefan Mayrböck mit der Organisation. So erstellte Christian Mayer eine Software, die automatisch und zeitgesteuert die Alarmierungen auslöste – immerhin wurden über den gesamten Zeitraum die Jugendlichen acht mal zu Einsätzen gerufen.
Nachdem die Gruppen eingeteilt und der Dienstplan besprochen war gab es ein gemeinsames Frühstück. Laut Dienstplan wäre nun eine theoretische Ausbildung vorgesehen gewesen, doch der erste Alarm kam zuvor. Schnell machten sich die Jugendlichen auf den Weg zu den Fahrzeugen und nur kurze Zeit später hatte man die Einsatzstelle erreicht. Bei der Firma Creaton verunglückte ein Jugendlicher beim Spielen und musste von einem Hochregal gerettet werden.
Kaum wieder zurück auf der Wache folgte auch schon die zweite Alarmierung des Tages. Auf der Ortsverbindungsstrasse nach Hettlingen fuhr ein Auto in den Graben und der verletzte Fahrer musste versorgt werden. Neben dem Absichern der Unfallstelle hatten die Jugendlichen noch weitere Dinge zu beachten und meisterten auch diese Situation.
Im Feuerwehrhaus wurde nun gemeinsam das Mittagessen zubereitet und nach dem Verzehr stand eine Pause auf dem Plan. Während des zweiten Versuchs eines Theorieblocks stand dann auch schon der nächste Einsatz an. Im Gegensatz zu den anderen Alarmierungen kam dieser nicht überraschend, denn zu diesem Schadensereignis wurden die Eltern und auch der Bürgermeister eingeladen. So verfolgten zahlreiche Zuschauer, wie vom Dachgeschoss des Schützenheims in Hettlingen zwei Kinder mittels Steckleitern gerettet und der angenommene Brand mit drei C-Rohren bekämpft wurde. Im Anschluss erklärten die Gruppenführer aus Reihen der Jugend Bürgermeister Willy Lehmeier den Ablauf der Übung und auch des bisherigen Tags. Dieser zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen und ihrer Ausbilder.
Bis zum Abendessen stand dann noch Dienstsport auf dem Programm und statt dem anschließenden gemeinsamen Spielen mussten die Jugendlichen erneut ausrücken. Dieser Einsatz war jedoch schnell beendet, da es sich um eine Fehlalarmierung der Brandmeldezentrale der Firma Creaton handelte.
Doch der nächste Alarm lies nicht lange auf sich warten. Eine Ölspur musste gebunden werden und so blieb nicht viel Zeit zum verschnaufen. Kaum waren die Teilnehmer dann in ihre Schlafsäcke geschlüpft mussten sie schon wieder heraus. Mit Hilfe der Wärmebildkamera und Nachtsichtgeräten der Wertinger Feuerwehr wurde erfolgreich nach vermissten Personen gesucht und danach ging es schnell wieder in die Betten. Doch die Nachtruhe sollte nicht lange Bestand haben.
Pünktlich um Mitternacht wurde die Wehr zu einem Brand von Unrat auf einem Firmengelände alarmiert und um halb vier in der Früh musste der Landeplatz eines Rettungshubschraubers ausgeleuchtet werden.
Als um kurz nach acht der Alarm im Gerätehaus ein weiteres mal ertönte, war es nur das Zeichen, aufzustehen. Beim gemeinsamen Frühstück blickte man auf das Erlebte zurück und schloss ein Fazit. So waren die Jugendlichen hellauf begeistert und wünschten sich eine baldige Wiederauflage. Auch die Betreuer waren mit dem reibungslosen Ablauf äußerst zufrieden, da die Jugendlichen bei den teils sehr anspruchsvollen Einsätzen sehr viel Wissen und Können präsentierten.
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