„Warum dürfen wir keine Menschen sein?“ - Fotoausstellung bewegt viele Besucher in Gelsenkirchen

Ausstellungsbesucher Franjo Lozic, Journalist und Aussteller Winfried Gburek, Propst Msgr. Manfred Paas, Bischof Dr. Franjo Komarica und Bürgermeister Klaus Hermandung beim Rundgang durch die Ausstellung nach der offiziellen eröffnung in Gelsenkirchen.
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  • Ausstellungsbesucher Franjo Lozic, Journalist und Aussteller Winfried Gburek, Propst Msgr. Manfred Paas, Bischof Dr. Franjo Komarica und Bürgermeister Klaus Hermandung beim Rundgang durch die Ausstellung nach der offiziellen eröffnung in Gelsenkirchen.
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/ GELSENKIRCHEN – Die Ausstellung der Foto-Reportage von Winfried Gburek ist ein großer erfolg. Mehrfach bereiste der Wunstorfer Videojournalist mit ortskundiger Begleitung seit dem Jahr 2006 das Land Bosnien-Herzegowina. Er war dabei besonders auf der Suche nach dem, was den Menschen in ihren Schicksalen und in einem wirtschaftlich völlig ruinierten und korrupten Land – 13 Jahre nach Kriegsende im ehemaligen Jugoslawien - Zukunftsperspektiven eröffnet. Auf hunderten von Fotos hat er seine Erlebnisse der Reisen, Erfahrungen und Informationen festgehalten. Aus der Fülle von Fotodokumenten wählte Winfried Gburek insgesamt 60 großformatige Aufnahmen und eine ungewöhnliche Präsentation für die Ausstellung „Bis hierher und weiter – 7 Tage Bosnien-Herzegowina. Das vergessene Land“ aus. Nach einer Präsentation in Wunstorf und Hannover ist sie jetzt in Gelsenkirchen ausgestellt und zieht die Besucher an. Täglich kommen über 300 Besucher in die Propsteikirche Gelsenkirchen, in dessen Seitenschiff die Ausstellung ihren symbolischen Weg zeichnet. Immer wieder sei ihm von verantwortlichen Weltpolitikern deutlich gemacht worden, dass in Bosnien-Herzegowina ein Stellvertreter-Krieg stattgefunden habe, betonte Bischof Komarica vor rund 100 Ausstellungsbesuchern, unter ihnen auch zahlreiche Vertriebene des Landes, während seiner Ansprache zur Ausstellungseröffnung. „Warum spricht man uns Menschen in diesem Land ab Menschen zu sein? Warum haben wir kein Recht auf die Menschenrechte?“, fragte er die Europäische Gemeinschaft an. Gburek schilderte die drastischen Folgen des Krieges auf dem Balkan und die Gleichgültigkeit der Regierungen, den Menschen zu helfen. Bürgermeister Klaus Hermandung begrüßte die Ausstellung in der Stadt Gelsenkirchen, da sie sich der Wahrheitsfindung über die Situation in einem Land auf dem Balkan und der Information der breiten Öffentlichkeit widmet. Die Foto-Reportage mit ausführlichen Erläuterungen ist bis zum 20. Juli 2008, montags bis samstags, von 11 bis 17 Uhr in der Propsteikirche zu sehen. Die Deutsch-Kroatische-Gesellschaft-Hannover ist Partner der Ausstellung. Weitere Informationen zum Verlauf der Ausstellung und zum Thema der Foto-Reportage gibt es unter http://www.wunstorf.tv/weitblick

Bürgerreporter:in:

Winfried Gburek aus Wunstorf

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